Legasthenietraining

Pädagogische Definition:
“Ein legasthener Mensch, bei guter oder durchschnittlicher Intelligenz, nimmt seine Umwelt differenziert anders wahr, seine Aufmerksamkeit lässt, wenn er auf Symbole wie Buchstaben oder Zahlen trifft, nach, da er sie durch seine differenzierten Teilleistungen anders empfindet als nicht legasthene Menschen. Dadurch ergeben sich Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreibens oder Rechnens.” (Astrid Kopp-Duller 1995)

Man schätzt, dass 12 bis 15% der gesamten Weltbevölkerung vom Legasthenieproblem betroffen sind.
Tatsache ist, dass Legasthenie nicht sichtbar ist. Und alles, was der Mensch nicht sehen kann, wird in Zweifel gezogen. Die Symptomatik zeigt sich lediglich an den Fehlern beim Lesen, Schreiben oder Rechnen “ und dabei kann es leicht zu Missverständnissen kommen.

Von einer Legasthenie oder Dyskalkulie spricht man, wenn man Folgendes beobachten kann:

legasthenie.jpgBetroffene Schüler können über ein pädagogisches Testverfahren, das die drei Problembereiche des legasthenen Kindes “ Aufmerksamkeit, Funktionen und Symptome “ spielerisch überprüft, Gewissheit erlangen, welche Sinneswahrnehmungen eines Trainings bedürfen.
Ein Diagramm zeigt exakt die Problemstellen des jeweiligen Kindes auf, und genau dort setzt man mit gezieltem Training an.
Diese Austestung kann an der Schule durchgeführt werden.

Unsere Förderung besteht in einem Trainieren der Aufmerksamkeit und der Schärfung der Sinne. Außerdem wird an den individuellen Symptomen der jeweiligen Kinder geübt.
Wie wir alle wissen, verfügen Sängerknaben in der Unterstufe des RGs über sehr wenig Zeit, daher wird auch unterrichtsbegleitend und in enger Zusammenarbeit mit den Deutschlehrern gearbeitet.
Der Unterricht erfolgt in der Regel einmal wöchentlich, je nach Möglichkeit einzeln oder in Zweiergruppen, damit auf die jeweils betroffenen Sinneswahrnehmungen so gut wie möglich eingegangen werden kann.