Exkursion ins Alte Ägypten

16.2.2017, von Anne Pritchard-Smith (Realgymnasium)

Am 27.1.2017 besuchte die 2. Klasse mit Frau Pritchard-Smith und eine Führung in der Ägyptischen Sammlung des Kunsthistorischen Museums. Davor haben wir im Naturhistorischen Museum die Venus von Willendorf besucht. Die Kunstvermittlerin im KHM war sehr nett und wusste auf jede Frage eine Antwort. Von dem tollen Ausflug haben wir sehr viel gelernt, das können Sie selber sehen:

Die Venus von Willendorf
Die Venus von Willendorf ist schon über 25900 Jahre alt. Willendorf liegt in der Wachau in Niederösterreich. Die Venus steht für Liebe und Fruchtbarkeit. Vier Gliedmaßen fehlen der Venus. Die fehlenden Teile sind zwei Füße und zwei Hände. Die Venus stellt eine Schwangere Frau dar. Sie besteht aus Kalkstein. Insgesamt ist sie 11cm groß. Es werden auch ähnliche Fruchtbarkeitsgötter beispielsweise in Frankreich gefunden. Bis heute weiß man nicht, was sie am Kopf trägt. Man denkt, dass es Haare oder Schmuck ist.

Die Pyramiden
Zuerst sahen wir ein Modell der Pyramiden. Die Cheopspyramide ist die größte der Welt. Der Sohn von Cheops, Kephren, wollte eine noch höhere bauen. Dafür hat er getrickst und geschummelt: Er hat eine hohe Plattform errichtet, auf der die Pyramide stand und damit weniger Material benötigt wird, steilere Seitenkanten bauen lassen. Dazu musste er die Grundfläche kleiner machen. Aber dennoch ist seine Pyramide kleiner geblieben. Heute jedoch ist die Spitze der Cheopspyramide leider schon abgebrochen.
Die Pyramiden dienten als Grab für Pharaonen. Darin ist die Mumie und sehr viel Schmuck und andere Grabbeigaben. Diese lockten viele Grabräuber an, weshalb die Ägypter Geheimgänge und Fallen einbauten, um die Räuber abzuschrecken.
In der Grabkammer sahen wir originale Hieroglyphen.
Der berühmteste Pharao, Tutanchamun, wurde im Tal der Könige begraben. Howard Gardner entdeckte sein Grab – mit allen Schätzen. Kein Grabräuber war ihm zuvorgekommen. Außerdem wurde sein Grab erst später nach den anderen Gräbern gefunden. Seine Mumie wird manchmal ins Museum in Kairo gebracht, damit sie restauriert werden kann.

So macht man eine Mumie
Bevor der tote Körper mumifiziert und in einen Sarg gesteckt wird, werden die Organe und das Gehirn entfernt und in getrennten Gefäßen aufbewahrt. Nach dem Entfernen der Organe wird der Körper mit Salzen eingerieben und mit Kräutern, manchmal auch mit Sand, gefüllt. Danach muss er bis zu vierzig Tage lang trocknen. Wenn er getrocknet ist, wird der Leichnam mit Ölen eingerieben (gesalbt) und in Leinen eingewickelt. Die Mumie wird dann in einen Sarg (und dieser dann in weitere Särge, wie bei einer russischen Puppe) gelegt und wenn es ein sehr reicher Ägypter war, in einen Sarkophag.
Dies zu hören war wirklich sehr eklig, aber auch interessant. Wir haben auch wirklich eine echte Mumie gesehen!

Das Totenbuch
Das Totenbuch ist eine auf Papyrus geschriebene Anleitung für den Weg zum Jenseits. Die Pharaonen gaben das Totenbuch vor ihrem Tod in ihr Grab oder in eine Kiste wo es niemand fand außer er. Im Totenbuch waren Prüfungen und Lösungswörter abgebildet die man bestehen muss wenn man ins Jenseits will. Die berühmteste Aufgabe ist die wo der Pharao sein Herz auf die Waage legt und auf die andere Seite die Göttin Maat. Wenn das Herz gleichschwer wie die Göttin war, hat er die Aufgabe erfüllt.

Die Hieroglyphen
Die Hieroglyphen sind eine komplizierte Schrift der alten Ägypter/innen. Man hat Hieroglyphen in Pyramiden gefunden und zunächst gedacht, sie wären nur zur Dekoration dort. Aber dann fand man den Stein von Rosetta. Auf ihm war dreimal derselbe Text geschrieben: auf Altgriechisch, auf Demotisch und einmal in Hieroglyphen. Altgriechisch verstand man und dann konnte man auch die Hieroglyphen wenig übersetzen.
Hieroglyphen schrieb man in alle Richtungen außer von unten nach oben. Die Schrift war eine Mischung aus Buchstaben und Zeichenschrift.

Heilig
Im alten Ägypten waren manche Tiere heilig, z.B. der Scarabäuskäfer, Katzen und der Falkengott Horus. Diese Tiere wurden verehrt und manchmal auch mumifiziert, aber auch Haustiere wurden mumifiziert.
So sahen wir Mumine von Schlangen, Vögeln und sogar von einem Krokodil. Auf dem Weg durch das Jenseits kann man auf ein Monster treffen, das eine Mischung aus Löwe, Nilpferd und Krokodil ist und verdammte Seelen frisst.
Hier kann man die Zusammenkunft von einem Pharao mit dem falkenköpfigen Gott Horus sehen. Das Kreuz, das er in der Hand hält, bedeutet „Leben“ und die zwei verschränkten Hände der beiden sind ein Zeichen für ihre Freundschaft.