Auf nach Carnuntum!

21.10.2016, von Anne Pritchard-Smith (Realgymnasium)

Am 21.10. fuhren die Klassen 2 – 4 mit Prof. Pritchard-Smith, Mühlberger und Graf sowie mit Herrn Pototschnig nach Carnuntum. Lesen Sie hier die Berichte der 2. Klasse.

Das Heidentor
Das Heidentor wurde im 4. Jahrhundert n.Chr. erbaut, zur Erinnerung an das Treffen von drei Kaisern, das hier stattfand. Die Ruinen sind die größten erhaltenen Baureste aus der Römerzeit in Österreich und zählt zu den größten in ganz Europa. Herr Pototschnig zeigte uns, dass man das Heidentor vollständig sieht, wenn man durch die auf Plexiglas aufgedruckte Rekonstruktionszeichnung schaut. Wie ganz Carnuntum wurde auch das Heidentor von mehreren Erdbeben am Ende des 4. Jahrhunderts zerstört.
Satoshi, Noah, Jetmir, David

Rundgang durch Carnuntum
Im archäologischen Park Carnuntum kann man die Überreste von Straßen, Häusern und sogar Fußbodenheizungen sehen. Außerdem gibt es zahlreiche Rekonstruktionen. So kann man sich das Leben in der Römerzeit sehr gut vorstellen. Im Haus eines Tuchhändlers sahen wir zum Beispiel einen Webstuhl und eine Küche und ein paar Schritte weiter eine antike Imbissbude.
Besonders spannend waren die Latrinen. Vormittags durften die Frauen diese öffentlichen Toiletten nutzen und nachmittags die Männer. Außerhalb der Öffnungszeiten benutzte man Nachttöpfe, die die Sklaven dann zu den Latrinen trugen. Die linke Hand wurde benutzt, um sich zu reinigen, deswegen wurde die linke Hand sonst immer verborgen und die rechte zum Grüßen und zum Essen verwendet. Die Latrinen wurden auch für Gespräche und Handel genützt. Deswegen gab es auch sogenannte Latrinenspione, die diese Gespräche belauschten. Die Latrinen waren sehr hygienisch, denn sie wurden mit den Abwässern aus der Therme durchgespült.
Jakob, Manuel, Angelo

Gladiatoren
Zum Abschluss besuchten wir noch das Amphitheater und die Rekonstruktion der Gladiatorenschule. Herr Pototschnig erzählte uns, dass die Gladiatoren mehrmals täglich in der Gladiatorenschule trainierten. Der Speiseplan war äußerst eintönig, es gab fast immer ein Gemisch aus Bohnen, Linsen und Zwiebeln. Oft trainierten sie mehrere Jahre, bevor sie im Amphitheater auftreten durften. Im Amphitheater gab es sehr oft einen Gladiatorenkampf; auf Leben und Tod gekämpft wurde aber nur zu besonderen Anlässen. Da entschied der Kaiser, der allerdings (fast) nie in Carnuntum war, ob der Verlierer sterben musste oder nicht. Hin und wieder kämpften auch jahrelang trainierte Zivilisten, darunter auch Frauen.
Alex, Vali, Michi, Christoph

Spiele der Römer
„Delta“ ist ein Spiel, das man in Gruppen oder alleine spielen kann. Es besteht aus einem Tuch, auf dem Felder mit eins bis zehn Punkten aufgemalt sind, und Kastanien oder Steinchen als Spielstein. Die Spieler rollen ihren Spielstein von der Startlinie aus auf das am Boden aufgelegte Tuch. Die Augenzahl des Feldes, auf dem der Stein landet, ergibt die Punkte und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Ein anderes Spiel ist „Mühle“. Wie bei unserem Mühlespiel muss man drei Steine in einer Linie haben. Doch das Spielfeld ist nicht eckig, sondern ein Kreis mit acht Segmenten. Wir durften diese Spiele ausprobieren und hatten großen Spaß dabei!
Timo, Luca

Kommt in die Therme!
Unsere neu rekonstruierte Therme besteht aus mehreren Räumen, in denen Sie sich entspannen können. Es gibt zwei Bäder, ein heißes und ein kälteres (Tepidarium). Doch das ist nicht alles: Entspannen Sie sich auf unseren bequemen Liegen, plaudern Sie beim Rundmühlespiel mit Ihren Freunden und holen Sie sich Gesundheitstipps von unserem Medicus . Damit alle Gäste ihren Aufenthalt genießen können, bitten wir Sie um die Einhaltung der Thermenordnung: Ladies first! Frauen baden am Vormittag und haben dann noch Zeit, sich gemütlich abzutrocknen und zu erholen. Am Nachmittag dürfen dann die Männer ihre Freizeit bei uns genießen. Unsere Therme besitzt angenehme Schuhe aus Leder und Holz, in denen Sie während Ihrem Aufenthalt herumgehen können. Danach legen Sie sie bitte wieder ins Holzregal zurück. Wir wünschen einen angenehmen Aufenthalt!
Felix, Julian, Harry, Basti


„Gegen das Vergessen“ Besuch des WPG Geschichte im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands

10.10.2016, von Moana Faleschini-Binder (Oberstufe)

Am 6.10.2016 besuchten die TeilnehmerInnen des Wahlpflichtfaches Geschichte mit einigen Schülerinnen der 8. Klasse gemeinsam mit Prof. Faleschini-Binder das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands im alten Rathaus in der Wipplingerstraße.
Die permanente Ausstellung des DÖW dokumentiert die Vorgeschichte des Nationalsozialismus ebenso wie Widerstand und Verfolgung in der NS-Zeit. Sie ist die einzige Ausstellung in Österreich, die sich in dieser Breite mit der Thematik befasst.
Die Ausstellung teilt sich in verschiedene Bereiche, im ersten Raum wird die Entwicklung der Ersten Republik bis nach dem Anschluss 1938 dargestellt, der zweite Raum veranschaulicht den Terror der Nationalsozialisten gegenüber Andersdenkenden und aus rassischen Gründen Verfolgten.
„Aus der Geschichte kann man nichts lernen außer der Einsicht dass sich der Mensch und die Gesellschaften ändern können, langsam oder schnell.“ (Henry Russo, Historiker)
Aufgabe nachfolgender Generationen sollte es sein, das Interesse und die Sensibilität für die Gefährdung von Demokratie und Menschenrechten zu wecken und aufrechtzuerhalten.
20161006-dokumentationsarchiv-klein


Besuch des Zeitzeugen und Kibbuz-Mitgründers Jakov Liebermann in der 7. und 8. Klasse

6.10.2016, von Elpis Clemens (Oberstufe)

Jakov Liebermann hat auf Einladung von Frau Prof. Clemens vor Schülern und Schülerinnen der 7. und 8. Klasse aus seinem Leben erzählt. Er wurde 1931 in Deutschland geboren, floh mit seinen Eltern und seinem Bruder vor dem NS-Regime nach Kolumbien. Der Rest seiner Familie und alle Freunde seiner Kindheit wurden von den Nazis ermordet.
Nach Gründung des Staates Israel baute er dort mit seiner Familie einen Kibbuz auf, in dem er bis heute lebt. Er war maßgeblich an der Pädagogik der Kibbuz- Bewegung beteiligt, leitete zuerst eine Schule im Kibbuz und ging später in die akademische Pädagogikforschung.
Herr Liebermann hat bewusst sehr viel Zeit und Raum für Fragen gelassen und zeigte sich bei allem Leid, das er erlebt hat, als bewundernswert positiver Mensch. Durch seine sehr persönlichen Schilderungen war es uns möglich neben neuem Wissen auch ein Gefühl für Flüchtlingsschicksale und natürlich auch für die Ideale der Kibbuz-Bewegung zu bekommen.

Wir danken ihm und seiner Frau sehr herzlich für den Besuch!
livermann-klein


Theaterbesuch-WPG Ethik

2.10.2016, von Elpis Clemens (Oberstufe)

Am 27.09.2016 waren wir mit der Ethik – Gruppe (WPG) im Theater in der Drachengasse und haben uns die Generalprobe von „Atmen“ angeschaut.
Das Stück behandelt den Krampf, der entsteht, wenn man im Leben absolut alles perfekter als perfekt und korrekter als korrekt machen will. Die Thematik wird mit viel Humor behandelt und die überspitze These, die daraus folgt, ist, dass man sich – wenn man sich schon nicht umbringt – so zumindest nicht fortpflanzen sollte, um den Planeten nicht weiter zu belasten.
Im Stück gibt es nur zwei Personen (Mann und Frau), die Darsteller sind großartig und sehr beeindruckend. In einem extrem reduzierten Bühnenbild
gelingt es ihnen, ohne Requisiten und nur mit Worten, Blicken und Gesten ein ganzes Leben entstehen zu lassen. Sie erzählen ihre Geschichte, mit all den Problemen, den schönen Momenten und den Ängsten und der Zuschauer geht mit den beiden durch ihre verschiedenen Lebensphasen. Bei allem Humor fehlt auch nicht der nötige Ernst, um das Publikum vom Beginn bis zum Schluss zu fesseln. Als Zuschauer erlebt man intensiv die glücklichen und heiteren wie auch die traurigen und tragischen Momente mit.
Uns hat das Stück sehr gut gefallen und wir können es sehr empfehlen.
( von Vivien Frey, 7. Kl.)
20160927-theater-drachengasse-klein


Besuch im Kriminalmuseum

2.10.2016, von Elpis Clemens (Realgymnasium)

Am Freitag, den 30.9.2016 besuchte die 3.Klasse mit Frau Prof. Clemens das Wiener Kriminalmuseum. Entsprechend kriminell ging es zu, wie das Foto dokumentiert.
Im Deutschunterricht werden zur Zeit Kriminalgeschichten geschrieben, bald steht die Schularbeit an und Inspiration gab es reichlich.
Hilfe!