Firmung der Wiener Sängerknaben

18.4.2014, von Michaela Zehentner (Allgemein)

Das eigene Leben selbst in die Hand nehmen, verantwortungsvoll entscheiden, erwachsen werden, den Weg mit Gott gehen. All das erschien 10 Sängerknaben der dritten und vierten Klasse als Herausforderung, die angenommen werden muss. Deshalb fanden sich die Buben am 12. April 2014 in der Hofburgkapelle ein um gemeinsam im Sakrament der Heiligen Firmung ihr Taufbekenntnis zu bestärken.
Zu diesem Anlass durften die Wiener Sängerknaben bereits zum dritten Mal eine ganz besondere Persönlichkeit begrüßen, Nuntius Zurbriggen, der Botschafter des Papstes in Österreich. Wer könnte auch besser geeignet sein, Gott um seinen Segen für die weitgereisten Buben zu bitten, als jemand der selbst bereits auf der ganzen Welt für den Glauben tätig war. Doch auch der Nuntius konnte die Herausforderung nicht schmälern, vor der die Neugefirmten jetzt stehen. So machte er im Namen von Papst Franziskus und mit dessen Worten besonders deutlich, was einem das christliche Leben in der heutigen Zeit abverlangt.
Gerade angesichts dieser Tatsache ist den Neugefirmten auch jetzt, nachträglich, zu ihrer Entscheidung, ihren eigenen Weg zu bestimmen und auf die Prüfsteine des Lebens mit Zielstrebigkeit und Gottes Unterstützung zuzugehen, zu gratulieren.
Wir wünschen ihnen nur das Beste!
Firmung


Sektion Gehirn 4. Klasse

14.4.2014, von Sabrina Swoboda (Allgemein)

20140312 Biologie 002 kleinDer Aufbau des Gehirns ist ja bekanntlich nicht einfach. Daher war es umso spannender und lehrreicher für die Schüler der vierten Klasse ein echtes Schweinegehirns betrachten und sezieren zu können. Das Schweinegehirn ist dem menschlichen Gehirn vom Aufbau her sehr ähnlich und war daher ein ideales Objekt für eine Sektion. Zuerst wurden von den Schülern die Hirnhäute entfernt. Danach wurde das Hirn genau betrachtet und die einzelnen Teile mit Hilfe des Biologiebuches und Fr. Swoboda zugeordnet. Zuletzt wurde noch ein Querschnitt vom Großhirn und dem Kleinhirn angefertigt. Dadurch konnten die Schüler sehr gut sehen, dass das Gehirn aus zwei Schichten besteht und zwar der grauen und weißen Substanz. Die graue Substanz wird durch die Zellkörper der Nervenzellen und die weiße Substanz durch die Nervenfasern (Axone) der Nervenzellen gebildet. Am Ende der Stunde wusste jeder Schüler besser darüber Bescheid, wie ein Gehirn aufgebaut ist und wo die einzelnen Bereiche liegen. 20140312 Biologie 006 klein


DDR-Vortrag in der 8. Klasse

7.4.2014, von Melanie Matzer (Allgemein)

Am 13. Februar 2014 besuchte die promovierte Germanistin Dr. Anke Wagner die 8. Klasse, um uns an ihren Erlebnissen und Erfahrungen aus ihrer Kindheit und Jugend, die sie in der ehemaligen DDR verbracht hatte, teilhaben zu lassen. DDR Workshop 8A
Zuerst hörten wir uns ein ideologisch gefärbtes Lied aus der DDR-Zeit an, in welchem ironischerweise die Freiheit des Einzelnen propagiert wurde. Anschließend sprachen wir über das Buch „Die neuen Leiden des jungen W.“ von Ulrich Plenzdorf, das wir auch als Lektüre im Deutschunterricht behandelt hatten, und das selbstverständlich ein weniger positives Licht auf die DDR wirft.
Als Kind sei sie keineswegs unglücklich gewesen, auch wenn sie das eine oder andere Mal im Kindergarten oder in der Schule gefragt worden war, ob denn ihr Fernseher zu Hause Striche oder Punkte habe – die Strichuhr kennzeichnete nämlich das verbotene Westfernsehen. Durch solche Kontrollen wurde man schon von klein auf zum Lügen gedrängt, da die Kinder ansonsten die eigene Familie in Gefahr hätten bringen können. Als Kind fühlte man sich nicht an Konsumgütern zu kurz gekommen – man kannte eben nichts andere. In der Jugend vermisste man schon gewisse Dinge, vor allem waren Jeans aus dem Westen sehr begehrt.
Gegen Ende der Diskussion legte Frau Dr. Wagner einen Koffer mit persönlichen Erinnerungen aus der DDR in unsere Mitte – unzählige Sport- und Schulabzeichen und Ausweise waren darin zu finden. Ohne Ausweis sei man kein ganzer Mensch gewesen und wenn man ihn verlor, musste man damit rechnen, von den Sicherheitskräften festgehalten zu werden. Die größte Angst sei allerdings immer gewesen, seine Angehörigen mit unerwünschtem Verhalten zu gefährden.
Nach dem Fall der Mauer besuchte Frau Dr. Wagner im Westen zum ersten Mal einen Supermarkt, ging jedoch ohne etwas zu kaufen hinaus, da das Angebot so riesig war, dass es ihr geradezu verrückt erschien. Am Ende aber siegte eben die unersättliche Gier der Menschen, meinte Frau Dr. Wagner nachdenklich.
Uns allen wurde klar, dass die DDR ein verbrecherischer Staat, in dem die Freiheit des Einzelnen radikal beschnitten wurde, war. Jedoch bleibt die Frage, ob der heutige Kapitalismus nicht ebenfalls einen Irrweg darstellt.
Elisabeth HAPPENHOFER (8. Klasse)