Krimiatmosphäre im Augartenpalais

25.10.2013, von Melanie Matzer (Allgemein)

Am 7. Oktober 2013 beehrte uns die Bestsellerautorin Elis FISCHER, um Passagen aus ihrem Krimi „Die Kunstjägerin“ vorzulesen.20131008 Lesung Elis Fischer 036-klein
Der historische Roman beschreibt das Leben der Illustratorin Theresa, die ein beschauliches Leben führt, bis ein geerbtes Barockgemälde ihr Leben völlig auf den Kopf stellt. Es beginnt eine abenteuerliche Jagd, die die Hauptfigur und ihre Familie in große Gefahr bringt.
Das mysteriöse Gemälde befindet sich tatsächlich im Besitz der Autorin und so wurden natürlich von den völlig in den Bann gezogenen ORG-SchülerInnen in der anschließenden Diskussion vor allem Fragen zu den kunstgeschichtlichen Hintergründen aber auch zur Vermarktung des Buches gestellt.

Wir freuen uns schon auf das nächste Buch, an dem Elis Fischer bereits arbeitet, und den damit verbundenen nächsten Besuch bei den Wiener Sängerknaben.20131008 Lesung Elis Fischer 042-klein


Projekt Opernwerkstatt: ein gelungener Versuch

11.10.2013, von Markus Blauensteiner (Allgemein)

U-Musik

Das Projekt „Opernwerkstatt“ des ORG der Wiener Sängerknaben, bei dem von den Schülerinnen und Schülern ein ganzes Musical von Anfang bis zum Ende selbst entwickelt wurde, ist ein voller Erfolg!

Die Mischung aus unverwechselbaren Stimmen, frischen Ideen, innovativer Gestaltung, fetzigen Choreographien und mitreißenden Dialogen ergibt ein umwerfendes Spektakel, das in dieser Form noch nie dagewesen ist!

Die leidenschaftliche Rollengestaltung jedes einzelnen Mitwirkenden lässt keinen Zuschauer kalt.

Je weiter die Handlung voranschreitet, desto intimer die Atmosphäre, in welche das Publikum mit den Protagonisten eintaucht.

Wir schreiben das Jahr 2100, der Beginn eines neuen Jahrhunderts. Das Musikstück spielt in einer herzlosen Welt, die von drei Konzernen regiert wird.

Die Menschen sind mutlos und haben Schwierigkeiten, aus diesem eingefahrenen System aus Arbeit und Zwängen auszubrechen. Der Kulturbetrieb ist verboten, Musizieren und Singen in der Öffentlichkeit wird unterbunden. Die einzige Hoffnung dieser sterbenden Welt ist eine kleine Gruppe von System-Aussteigern, die im Untergrund die Revolution vorbereitet.

Dieser Kreis von scheinbar verrückten, aber in Wirklichkeit genialen Köpfen haucht der so trostlosen Welt wieder Leben und Humor ein.

Unterschiedlichste Musiknummern laden zum Nachdenken, Mitsingen und Mittanzen ein.

Unter Johannes Brahms und Clara Schumanns bezaubernd romantischem Liebesduett und Marilyn Monroes verzweifelt nach Liebe bettelnder Gesangseinlage findet man auch noch andere Hommagen an  viele berühmte Persönlichkeiten längst vergangener

Musikepochen.

Alles in allem ein Augen- und Ohrenschmaus, aber auch eine Herausforderung und eine wunderbare Erfahrung sowohl für die jungen Mitwirkenden als auch für die ZuschauerInnen.

Niemand verlässt das Stück „U-Musik“, ohne danach aufgewühlt, zum Denken angeregt, zum Weinen bewegt,  zum Lachen gebracht und vom tiefen Wunsch beseelt worden zu sein, die Welt zu einer besseren machen zu wollen.

Tipp: Unbedingt ansehen!

Tirza Gloger, 8. Klasse