Eine denkwürdige Reise nach Polen

15.9.2013, von Sabine Mühlberger (Allgemein)

Die Krakau-Reise der 6A und 7A vom 4. bis 6. September 2013

Die SchülerInnen der 6. und 7. Klasse brachen gemeinsam mit Prof. Faleschini und Prof. Mühlberger-Köchelhuber am Mittwoch, dem 4.9.2013  um 7 Uhr früh zu einer dreitägigen Reise nach Polen auf. Die 7-stündige Autobusfahrt führte über Drasenhofen und die Tschechische Republik nach Polen. Der erste Programmpunkt war die Besichtigung des Salzbergwerks Wieliczka. Dieses Bergwerk im südpolnischen Ort Wieliczka ist eines der ältesten und bekanntesten Salzbergwerke der Welt und gehört seit 1978 zum UNESCO-Weltkulturerbe. „Am ersten Tag waren wir im Salzbergwerk. Dieser Teil war ganz lustig nach der langen Busfahrt. Wir sind 360 Stufen hinunter gegangen. Dann gab es eine längere Führung. Wir kamen in der Kirche unten an und sangen „Locus iste“, es hörte sich sehr gut an. (Gänsehaut). Am Ende fuhren wir in einem Aufzug, bei dem mehrere Aufzüge übereinander waren. Das war auch ganz abenteuerlich.“ (Schülerin / 6.Klasse) Anschließend fuhren wir zum Hotel La Perla, das aber einen Stromausfall hatte, und so wurden wir in ein anderes Hotel verlegt. Am Donnerstag brachen wir zeitig in die Stadt O?wi?cim auf, die unter dem Namen Auschwitz traurige Berühmtheit erlangte. Dieser Name steht in Verbindung mit dem Holocaust und ist ein Symbol für die Ermordung von mehr als 5 Millionen Juden. Während des Zweiten Weltkriegs war Auschwitz-Birkenau das größte Vernichtungslager der Nationalsozialisten. „Heute waren wir in den KZs Birkenau und Auschwitz. Uns allen war bewusst, dass, sobald wir den Bus verlassen würden, eine bedrückende Vergangenheit auf uns lasten würde. Wir alle wussten jedoch nicht, was vor uns lag. Während der Führung weinten einige, ich war aber zu geschockt. Nachdem ich blonde, lockige Haare, beschriftete Koffer und zerbrochene Puppen hinter Vitrinen sah, konnte auch ich meine Tränen nicht zurückhalten. Ich war in diesem Moment so enttäuscht von der Menschheit wie nie zuvor.“ (Schülerin / 6.Klasse) Den nächsten Vormittag verbrachten wir in der Stadt Krakau. Nach einer Führung durch das jüdische Viertel, bei der wir auch bei der Fabrik von Oskar Schindler vorbeikamen, besichtigten wir das Wawel- Schloss aus der Renaissancezeit mit seinem schönen Arkadeninnenhof, die Tuchhallen auf der Mitte des Marktplatzes und die Marienkirche. „Der letzte Tag unserer Reise war eigentlich der schönste Tag: zuerst eine Busrundfahrt durch Krakau, danach ein Abstecher zur Schindlerfabrik, ein Rundgang durch das süße Judenviertel und eine Besichtigung der Altstadt Krakaus. Alles in allem haben wir einen sehr guten Überblick über Krakau erlangt und ich denke, jeder würde diese schöne eigentlich viel zu unpopuläre Stadt als Reiseziel für andere weiter empfehlen.“ (Schülerin / 7.Klasse) Anschließend führen wir wieder nachhause, wo wir müde und voller Eindrücke um 21.45 Uhr ankamen. „Aufstehen, frühstücken, zusammenpacken? Was schon wieder vorbei? Das war einer der Gedanken heute in der Früh. Reisen mit den Freunden macht einfach immer Spaß, auch wenn es ein nicht so schönes Thema betrifft….“ (Schülerin / 6.Klasse) „Meiner Meinung nach sollte jeder einmal Auschwitz und Birkenau gesehen haben. Auch wenn es ein sehr trauriges Erlebnis war, sollte man wissen, wie schlimm die damalige Zeit war und nicht mit geschlossenen Augen daran vorbeigehen. Außerdem ist es ein großer Unterschied, ob man von KZs hört oder sie besichtigt. Ebenfalls finde ich Krakau eine sehr schöne Stadt, die man auch als Reiseziel empfehlen könnte.“ (Schülerin / 7.Klasse)