Besuch im Hospiz – WPG Ethik

11.5.2013, von Elpis Clemens (Allgemein)

Im Rahmen der Unterrichtsreihe Altern, Sterben, Tod hat sich unsere Ethikgruppe unter anderem mit dem Thema Hospiz befasst. Also machten wir am 12.3.2013 eine Exkursion in das Hospiz Rennweg.

Eine Woche zuvor kamen uns die Psychotherapeutin Silvia Langthaler und die Moderatorin und ehrenamtliche Sterbebegleiterin Cathy Zimmermann, welche beide im Hospiz Rennweg arbeiten, in der Schule besuchen. Sie erzählten uns von ihrer Arbeit im Hospiz und bereiteten uns auf den Besuch vor. Wir sprachen über den Tod und ob dieses Thema in unserer Gesellschaft ein Tabu Thema sei. Wir konnten über unsere eigenen Erfahrungen sprechen und darüber, ob wir selbst offen mit dem Tod umgehen können. Wir bekamen die Gelegenheit, viele Fragen zu stellen und Silvia Langthaler und Cathy Zimmermann machten uns mit ihren Geschichten schon sehr auf das Hospiz gespannt.

Als wir dann eine Woche später tatsächlich dort waren, empfingen uns die beiden wieder herzlich. Wir konnten noch einige Fragen stellen und dann begannen wir mit der Besichtigung. Wir schauten uns die Räumlichkeiten an und stellten fest, dass die Zimmer sehr heimelig wirken, nicht etwa wie in einem Spital. Es gibt sogar Katzen und ein kleines Gemeinschaftszimmer, in welchem die Patienten und die BetreuerInnen manchmal zusammen Tee trinken oder Spiele spielen. Die BetreuerInnen scheinen sowieso ein sehr freundschaftliches Verhältnis mit den PatientInnen zu haben, sie plaudern miteinander, schauen zusammen fern oder gehen ab und zu gemeinsam eine rauchen.
Während der Besichtigung, konnten wir überraschenderweise mit einer Patientin sprechen. Diese war erstaunlich offen und erzählte uns von ihrer Krankheit. Sie schien trotz dieser Krankheit froh zu sein und wirkte nicht so, als hätte sie sich aufgegeben.
Nach der Besichtigung konnten wir noch über unsere Eindrücke sprechen und eigentlich waren wir alle mehr glücklich als traurig, da sich jemand um diese Menschen kümmert.
Man sollte sich das Hospiz auf keinen Fall nur als Sterbestation vorstellen, in der lauter traurige Gestalten rumlaufen, sondern viel mehr als ein schönes Gemeinschaftsheim, in welchem die PatientInnen einen angenehmen Lebensabend verbringen können.

Elisabeth Happenhofer, 7A