Ethikgruppe besucht Vorlesung über das Schulfach „Glück“

15.1.2013, von Elpis Clemens (Allgemein)

Ernst–Fritz Schubert, Lehrer und ehemaliger Direktor einer deutschen Schule in Heidelberg, wagte 2007 ein Experiment und führte das Schulfach „Glück“ erstmals an seiner Schule ein. Das Experiment fand großen Anklang bei Schülern, Eltern und Lehrern und so wurde „Glück“ auch an anderen deutschen Schulen eingeführt. Im Jahr 2009 gründete Schubert schließlich das Fritz–Schubert Institut für Persönlichkeitsentwicklung und im selben Jahr wurde „Glück“ auch an manchen österreichischen Schulen Bestandteil des Stundenplanes.
Am 9. Jänner 2013 stattete unsere Ethikgruppe der Hauptuniversität Wien einen Besuch ab, in welcher Ernst–Fritz Schubert zu Gast war und eine Vorlesung über das Schulfach Glück und über Lebensfreude und Lebenskompetenz im Allgemeinen hielt.
Der Vorlesungsraum war überfüllt und einige Leute mussten sogar stehen, doch das Stehen hat sich bestimmt ausgezahlt, denn der Vortrag war sehr spannend und informativ.
Glück ist zu 50 Prozent Veranlagung, meint Schubert. Doch weiter meint er, dass die anderen 50 Prozent lernbar sind. Dies würden viele Menschen,vor allem auch Jugendliche, nicht wissen oder verstehen. Sie warten immerzu auf das Glück, ohne etwas dafür zu tun. Wenn man aber nichts dafür tut, wird es sich auch nicht einstellen, wie das alte Sprichwort „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“, ebenfalls sagt. Deshalb meint Schubert, dass man den Kindern und Jugendlichen in der Schule beibringen sollte, wie man glücklicher wird. Sein Ziel ist es, die Schüler zu einem freudigen Leben zu führen. Somit würden sich auch die schulischen Leistungen erheblich verbessern. In seinem Fach sollen die Schüler lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, für ihr Leben und somit auch für ihr Glück. Laut Schubert kommen die Schüler zu diesem Glück, indem sie ihre Stärken erkennen, diese ausführen und somit zu einem Sinn gelangen. Denn wenn man nichts hat, was man gerne macht und in dem man gut ist, gibt es auch keinen Sinn und wenn man keinen Sinn im Leben sieht, dann gibt es auch kein Glück, meint Schubert. Weiters soll „Glück“ das Gemeinschaftsgefühl stärken und es wird gelernt, die anderen nicht als Konkurrenz und Feinde zu sehen, sondern eher als Freunde.
Schubert war sehr überzeugend und es ist prinzipiell sicher eine gute Idee, das Schulfach „Glück“ allgemein einzuführen. Auch weil wir in einem eher unglücklichem Land leben. 1/3 der ÖsterreicherInnen gibt nämlich vor, unglücklich zu sein. Grund genug zu versuchen, dies zumindest etwas zu verbessern, durch das Schulfach „Glück“.

Danke für die Organisation, Frau Professor Clemens! Ich denke, dass wir alle von dieser spannenden Vorlesung profitiert haben!

Elisabeth Happenhofer, 7A