Auf der Suche nach dem Stein der Kraft…

24.9.2012, von Angela Brychta (Allgemein)

Am 12. September, machten sich die neu zusammengesetzten SchülerInnen der 5A in eine Selbstversorgerhütte nach Scharnstein auf um einander besser kennen zu lernen, das gegenseitige Vertrauen und den Zusammenhalt zu stärken. Von diesem Standort, am Orts- und Waldrand befindlich, ausgehend galt es, eine Mission zu erfüllen. Ein böser Zauberer hatte den Stein der Kraft in seine Macht gebracht und ihn versteckt. Ist jener geheimnisvolle Stein in den Händen von tugendhaften Menschen, so glitzert er hell, bringt ihnen Kraft und lässt die Sonne erstrahlen.
Der Besitzwechsel hatte zur Folge, dass wir ein verregnetes Scharnstein vorfanden. Dem geboten wir in diesen drei Tagen Einhalt. Es gab viele Aufgaben zu lösen, bei denen Geschick, Harmonie, Ruhe aber vor allem Kooperation gefragt waren. Nebst unserer Tätigkeit der Steinsuche übernahmen wir auch in Form von drei Kochgruppen, die jeweils für die anderen sorgten, Verantwortung füreinander. Nach einem budgetär limitierten Einkauf übernahm jede Kochgruppe die Mahlzeiten vom Mittagessen bis einschließlich zum nächsten Frühstück und die damit verbundenen Reinigungsdienste in der Küche.
Bereits knapp nach unserer Ankunft startete das kulinarische Verwöhnfeuerwerk mit einem leckeren Kakaokuchen und einer erfrischenden Apfelzimtkombination. Die Küche bestätigte sich im Laufe dieser Tage als das soziale Zentrum auch dieses Hauses. Nach dem Festlegen gemeinsamer Regeln für die Gemeinschaft wurde die Herausforderung den Stein der Kraft zu suchen mutig von der 5A angenommen. Weder Sprachbarrieren noch durch Regen befeuchtetes Material konnten die SchülerInnen dann noch aufhalten.
Die 5A zeichnete sich in diesen Tagen nicht nur durch ein sehr hohes Maß an gegenseitigem Respekt sondern auch durch eine bewundernswerte Offenheit und Begeisterungsfähigkeit aus. Egal, welche Aufgabe die Jugendlichen zu bewältigen hatten, sie sie ließen sich darauf mit einem eindrucksvollen Urvertrauen darauf ein. Erwähnt sei hier nur das blinde über eine unwegsame Strecke in den Wald geführt Werden. Es gibt wohl sehr wenige Gruppen, die so schnell völlig blind auf die Hilfe anderer vertrauen. Es gibt sicher auch nicht sehr viele Gruppen, wo das gemeinsame Wegräumen und Reinigen so gut klappt.
Unabhängig von jeder Herausforderung waren diese Tage geprägt von sehr großer Harmonie und wunderbarem Gesang, der uns alle fortwährend begleitete. Ob es ein „Vater Unser“ in einer 4m2 kleinen Kapelle, ein Kumbayah am Lagerfeuer bei Marshmallows oder der besungene Fackelzug über eine Wiese war, wir alle haben diese und viele andere sehr berührende Szenen mit Sicherheit noch lange in unserer Erinnerung.
Über die 5A ist zu sagen: Ihr habt die Lehrerinnen sehr beeindruckt und wir bedanken uns bei euch für diese tollen Tage!