Besuch der Antikensammlung im KHM

7.2.2012, von Moana Faleschini-Binder (Allgemein)

Am Dienstag, den 31.1. 2012 besuchte die 6. Klasse des ORGs im Rahmen des Geschichtsunterrichts gemeinsam mit Prof. Mühlberger und Prof. Faleschini-Binder die vor dreieineinhalb Jahren komplett neugestaltete Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums.
Unsere Führung begann mit dem Jüngling von Magdalensberg, eine römische Bronzestatue, die 1506 auf dem Kärntner Magdalensberg entdeckt wurde. Die Tatsache, dass es sich bei der Figur „nur“ um einen Abguss aus der Renaissance handelt, schmälert seine Bedeutung keineswegs, da es die einzige antike Bronzegroßplastik des Ostalpenraums ist.
Danach konnten wir einen weiteren Sammlungsschwerpunkt bewundern: antike Vasen, die je nach Verwendungszweck verschiedene Formen hatten und auf denen Alltagsszenen oder auch mythologische Motive abgebildet waren.
Weiters bekamen wir einen Einblick in die umfangreiche Gemmen und Kameensammlung des Kunsthistorischen Museums, die über 5000 Exemplare umfasst. Diese waren auch bei den Habsburgern sehr beliebt, weil sie klein und daher leicht zu transportieren waren; Kaiser Karl VI. reiste sogar mit seinen Kameen im Gepäck (sog. Spanisches Kabinett).
Das Bild zeigt den Ptolemäer Kameo, der ein ägyptisches Königspaar darstellt.
Nach Besichtigung weiterer ausgewählter Objekte sahen wir zum Abschluss das Bodenmosaik von Theseus und Ariadne. Der Mythos erzählt, dass sich Ariadne, die Tochter des kretischen Königs Minos, in Theseus verliebte. Dieser wollte den Minotauros, ein Furcht erregendes Ungeheuer – halb Stier, halb Mensch -, erlegen und die Athener vom Tribut in Form von Menschenopfern zu befreien. Es gelang dem Helden, das Ungetüm in den Gängen des Labyrinths zu töten und mit Hilfe des roten Fadens, den ihm Ariadne zuvor gegeben hatte, unversehrt aus dem Irrgarten zurückzukehren.