Exkursion ins Schokomuseum

25.12.2011, von Angela Brychta (Allgemein)

Neben vorweihnachtlichem Treiben besuchten die Schüler der Unterstufe in der letzten Schulwoche das Schokomuseum der Confiserie Heindl. Sie gewannen dort Einblicke in die Herstellung und Verarbeitung von Schokolade und Pralinen.
Bereits die Begrüßung der Schüler erfolgte mittels Kostproben von Schokobananen. Der darauf folgende Film gab einen Überblick über den Weg der Köstlichkeiten von der mit der Mango verwandten Kakaofrucht bis zum Sortiment, das von Weihnachtsmännern bis zu Pralinen ein breites Spektrum umfasst.
In der anschließenden Führung erfuhren wir einiges ausführlicher. Wussten Sie, dass man aus einer Kakaofrucht, deren essbare Schale ein Bisschen nach einer Mango schmeckt, etwa eine Tafel Schokolade gewinnen kann? Nach der Ernte erfolgt die Fermentation – die Bohnen werden mitsamt dem weißen Fruchtfleisch unter Bananenblätter gelegt und kommen im wahrsten Sinne des Wortes ins Schwitzen. Nach der Trocknung in der Sonne werden sie gelagert, gereinigt und für einen noch besseren Geschmack geröstet. Zur weiteren Verarbeitung müssen sie danach gebrochen, gemahlen und fein gewalzt werden. Damit Schokolade ihre feine Konsistenz bekommt und erst im Mund schmilzt muss sie conchiert werden.
Abgesehen vom nachgebildeten Kakaobaum, der seine Früchte unterhalb der Krone am Stamm trägt, fanden sich auch Formen aus Maisstärke zur Herstellung der Konfektkreationen, eine historische Zuckerlmaschine, die immerhin sechzehn Zuckerl pro Arbeitsgang erzeugte oder ein Gelierkessel. Wir bestaunten die Schokoladengebilde der Maske beim „Carneval in Venedig“ und den Papageno in der „Zauberflöte“. Einen der stärksten Eindrücke hinterließ mit Sicherheit der größte Schokobrunnen Europas mit immerhin 40kg fließender Schokolade.
Nach einer Kostprobe an drei kleineren Schokobrunnen durften wir einen Blick in die Fabrik werfen, wo die Produkte nach ihrer Erzeugung verpackt werden. Der Glanz der Schokolade zeigt auch deren Qualität, deshalb kommt sie auch vorzugsweise in durchsichtigen Verpackungen in den Handel.
Bereits bei den Azteken, Olmeken und Maya sehr geschätzt war der Kakao nicht umsonst auch ein Zahlungsmittel. Das Malvengewächs mit seinen rund zwanzig verschiedenen Sorten erfreut uns gerade vor Weihnachten und dient auch der Medizin zur Medikation bei Depressionen. Für die Schüler ist es jedenfalls absolut einleuchtend, warum der Kakaobaum seinen Namen verdient hat, der übersetzt so viel bedeutet wie „Speise der Götter“.