Die vierten Klassen VS waren auf Sportwoche!

27.10.2011, von Markus Semelliker (Volksschule)

Auch heuer waren die beiden neuen vierten Klassen bald nach Schulbeginn wieder auf Sportwoche. Dieses Mal führte uns die Reise in die Heimat des berühmten Dichters und Erzählers Peter Rosegger.

Die Reise begann am Montag um 9 Uhr. Nach zwei Stunden Fahrt kamen wir glücklich und zufrieden in Krieglach an und bezogen im Berggasthof “Annerlbauer” unsere Zimmer. In der romantischen Atmosphäre des Gästehauses, das mitten im Grünen auf einem Berg lag, fühlten wir uns alle sofort wohl. Nach dem reichhaltigen Mittagessen führte uns ein Pensionsgast durch den Wald ins Tal zu einem Bauernhof. Während der Wanderung erkundeten wir den Wald mit seinen Früchten und Besonderheiten. Am Bauernhof angekommen, wurde uns die Arbeit des Rinderbauern erklärt. Wir durften selbst Butter schlagen, Milchprodukte verkosten und die Stallarbeit bewundern. Der Höhepunkt des Nachmittags war die Heimfahrt auf den Berg mit dem Heuwagen.

Den Dienstag begannen wir relativ früh, da wir um 9 Uhr bereits in Roseggers Waldschule sein mussten. In dem ehrwürdigen Schulgebäude führte uns der letzte aktive Waldschulmeister und brachte uns auf interessante Art und Weise das Leben Roseggers näher. Er erklärte uns, wie der Schulalltag in der Schule ablief. Es war kaum zu glauben, dass am Ende nur mehr 6 Schüler die Schulbänke drückten. Danach marschierten wir bei etwas Nebel durch den Wald aufs Alpl zum Geburtsthaus. Oben angekommen, erwartete uns nicht nur herrlicher Sonnenschein, sondern auch ein romantischer Hof, in dem Rosegger aufwuchs. Die spannenden Erzählungen des Gutsverwalters ließen uns besonders gut aufpassen. Nach einer Stunde setzten wir uns auf die Bänke vor dem Bauernhaus und verzehrten unser Mittagessen. Danach spielten wir und genossen den Nachmittag. Auf dem Rückweg zur Waldschule kamen wir wieder durch einen wunderschönen Wald. Als wir daheim ankamen, gab es zur Belohnung ein erfrischendes Eis und nach dem Abendessen erwartete uns noch eine Modeschau. Dabei mussten   wir aus Zeitungen und Stofffleckerln modische Outfits basteln. Das war eine Hetz!

Am Vormittag des Mittwochs vergnügten wir uns auf dem Bauernhof. Sei es im Streichelzoo, der uns die Möglichkeit gab, die vielen Tiere aus der Nähe zu beobachten, zu streicheln und zu füttern, oder auf dem Spielplatz oder beim Gokartfahren. Nach dem Mittagessen holte uns ein Bus ab und brachte uns alle zur größten Tropfsteinhöhle Europas, der Lurgrotte. Das war vielleicht ein Abenteuer. Die zum Teil Millionen Jahre alten Steine faszinierten sehr. Mit Taschenlampen ausgerüstet, wanderten wir 2 Kilometer in den Berg hinein. Am Wendepunkt machten wir uns auf den Rückweg und bestaunten abermals dieses Naturschauspiel. Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie die riesigen Formationen aus dem Berg wuchsen. Nach der Führung stärkten wir uns vor der Höhle, bevor wir die Heimreise antraten. Nach dem Abendessen hieß es: “Krieglach sucht den Superstar”. Es galt, die Gruppe zu wählen, welche den besten Vortrag darbot. Man kann sich vorstellen, dass es dabei tolle Auftritte gab. Immerhin sind wir doch angehende Sängerknaben!

Am Donnerstag starteten wir wieder auf dem Areal des Bauernhofs. Nach dem Mittagessen führte uns der Heuwagen auf ein nahe Alm, auf der wir einen echten Hüttensterz vom Senner bekamen. Das war vielleicht lecker. Danach genossen wir die frische Almluft und die Aussicht ins Tal, bevor wir nach einem Ständchen wieder den Rückweg auf unseren Hof antraten. Das heutige Abendessen mussten wir uns selber kochen. An einem romantischen Feuerplatz machten wir ein Lagerfeuer und grillten uns Würstel und Brot. Dabei sangen wir und genossen den leichten Funkenflug der Flammen. Den krönenden Abschluss bildetete die Fackelwanderung druch den Wald zum Hof. Nach diesem ereignisreichen Tag

fielen wir müde ins Bett und waren sofort im Land der Träume.

Am Freitag frühstückten wir und konnten noch einmal die tolle Gegend des Bauernhofs genießen. Davor hieß es aber einpacken. Das war gar nicht so einfach, denn so mancher fand seine Sachen nur sehr schwer. Dennoch kam alles in die Koffer und Taschen. Um 12 Uhr aßen wir im Freien noch unser letztes Mittagessen, ehe uns um 13 Uhr der Bus abholte und wir wieder nach Hause fuhren.

So kamen wir voller Eindrücke wieder in der Schule an und sind begeistert nach dieser tollen Sportwoche fast gesund (einige von uns plagte eine Darmgrippe) wieder zu Hause.