Besuch auf der MS Wissenschaft

24.6.2011, von Angela Brychta (Allgemein)

Am Freitag, den 24. Juni begab sich die 5A auf eine Entdeckungsreise in die Welt der aktuellen medizinischen Forschung und enterte die MS Wissenschaft. Die Fracht dieses Schiffes beinhaltet in diesem Jahr Wissenschaft zum Thema „Neue Wege in der Medizin“. Neben medizinischen Entwicklungen werden auch gesellschaftliche Fragen angesprochen.
Am Beginn der Ausstellung steht der eigene Herzschlag, der mittels einer beleuchteten Trommel sowohl akustisch als auch optisch wahrgenommen werden kann. Anhand einer sehr anschaulichen praktischen Vorrichtung wird gezeigt, was im Körper passiert, wenn wir Durst oder Hunger haben. Der Zebrafisch kann uns zeigen, wie sich Gefäße oder das Herz beim Menschen entwickeln. Vom Axolotl, der zwar evolutionär stehen blieb aber immerhin dazu in der Lage ist, einzelne Gliedmaßen nachzubilden kann die Grundlagenforschung im Bereich von nachwachsendem Gewebe sehr profitieren. Die Pillcam reist wie ein U-Boot durch den Dünndarm und spürt so etwaige Probleme auf, indem sie als Kapselendoskop die Bilder aus dem Inneren überträgt, bevor sie wieder ausgeschieden wird. Das Innere eines gesunden Dünndarms war für die SchülerInnen auf einem Touchscreen zu betrachten. Gleich an der richtig anzuordnenden Nahrungspyramide vorbei erreichte man das Modell eines Gehirns, neben dem es mittels eines Bildschirms möglich war, die einzelnen Schichten aus einer Computertomographie zu studieren.
Der hintere Teil des Raumes hatte etwas Bedrückendes in Form der Fehlwahrnehmung im Alter. Die Welt durch mit grauem Star behaftete Augen zu sehen oder zu spüren, wie schwer es ist, die eigene Unterschrift zu leisten wenn man zittert oder Knöpfe zu öffnen wenn das „Fingerspitzengefühl“ fehlt stimmte die Jugendlichen doch sehr nachdenklich.
Themen wie die richtige, schonende Haltung für die Wirbelsäule oder das „Idealgewicht“ regten durchaus auch zum Nachdenken an. Für Begeisterung sorgte beispielsweise ein Spiel, welches „Tetris“ sehr ähnelte, bei dem es darum ging, drei gleiche Viren übereinander, nebeneinander oder aneinander zu bekommen, um diese zu vernichten. Eine Station, die regen Besuch vorwies.
Diese wirklich beeindruckende Reise in die Welt der aktuellen Forschung hinterließ deutliche Spuren, mit denen wir uns in den Augarten aufmachten.