Hey! – Ab auf die Piste

28.3.2011, von Angela Brychta (Allgemein)

Das hieß es für die 5A von Sonntag, den 27. Februar 2011 bis Freitag, den 3. März 2011 in Tröpolach/Nassfeld. Schon auf der Hinfahrt erklangen freudige Chöre der Charts und begleiteten uns bis zum Sportgruppenhotel Leitner in Tröploach. Der Speisesaal Nummer 1 diente nicht nur dem leiblichen Wohl sondern auch den Theorieeinheiten wie Sicherheit auf der Piste, Verhalten bei alpinen Gefahren oder der Hausordnung sowie organisatorischen Informationen. Auch die Karaokeanlage kam hier fleißig zum Einsatz. Der fünfte Stock, in dem sich unsere Zimmer und ein Aufenthaltsraum befanden, gehörte ganz uns.
Bereits am ersten Abend wurden wir von dem im Haus befindlichen Skiverleih mit Material und vom Hausherrn mit Liftkarten bestückt und erklommen am Montag erstmals den ersten Gipfel des malerischen Skigebietes. Nach einer kurzen Aufwärmphase gewöhnten sich die SkifahrerInnen bald wieder an die schneidigen und runden Bewegungsabläufe im schönen Weiß und die SnowboarderInnen, die zum ersten Mal auf nur einem Brett den Kontakt mit dem Schnee aufnahmen, entdeckten ganz neue Facetten ihres Bewegungstalentes. Immerhin schafften es fast alle von ihnen bereits am ersten Tag, die Pisten bergab zu kurven.
Nicht nur der immer wieder auftauchende leichte Nebel ließ keineswegs Angst sondern nur Hilfsbereitschaft der SchülerInnen zu Tage treten. Das Wetter bescherte uns auch wunderbar lautlosen, weichen, neuen (leichten) Tiefschnee. Tagsüber bearbeiteten wir unsere Muskeln (derer man zuvor gar nicht so viele vermutet hatte), die BoarderInnen zusätzlich die Handgelenke und Knie und abends wurden die Gesangskünste bei Singstar und schließlich bei dem durch eine Jury streng beurteilten Bewerb „Helden von heute“ dargeboten. Respekt, der Augen und Ohren an der Glastüre zum Speisesaal wurden es immer mehr. Beeindruckende Darbietungen!
Die SkifahrerInnen entdeckten die unglaubliche Wirkung der Beweglichkeit ihrer Knie. Sie kosteten gegen Ende dieser Skitage das Gefühl des einzig wahren, des gecarvten Schwunges voll aus und genossen das Gefühl, durch den glitzernden Schnee zu gleiten. Formationsfahrten erbrachten uns Applaus auf der Piste. Die SnowboarderInnen entpuppten sich als unglaublich schnell lernende und ambitionierte Bewegungstalente und bewältigten schließlich jede Piste, als wären sie bereits mindestens drei Jahre auf dem jeweiligen Brett unterwegs.
Gesang, Tanzkünste, Sportsgeist, Bewegungstalent, Kampfgeist, soziale Kompetenz, viel Spaß, Ehrgeiz und unbeschreibliche Freude an der Sache und am Zusammensein. All das prägte diese Tage der 5A von der Bettschwere am Morgen bis zu beschwingten abendlichen Zimmertänzen. Es waren beeindruckende sportliche und menschliche Fortschritte. So intensiv diese Zeit war, so rasch verging sie leider auch. Voll von vielen, vielen Eindrücken, Erlebnissen, Dankbarkeit und Freude und hundemüde bestiegen wir unseren Bus nach Wien.
Khalil Gibran sagte: „Erinnerung ist eine Form der Begegnung.“ Mit Sicherheit werden wir einander noch sehr oft begegnen, im Schnee, auf den Zimmern oder den Atem der Gipfel riechend.


Günther G. Bauer: Auf den Spuren Mozarts

26.3.2011, von Angela Brychta (Allgemein)

Am Donnerstag, den 24. März 2011 fanden sich die 5A des ORG und die vierte Klasse des RG im Salon ein, um den Ausführungen von Herrn Em. Univ. Prof. HR Dr. phil. Günther Georg Bauer über sein vor kurzem veröffentlichtes Buch: „Mozart – Geld, Ruhm und Ehre“ zu folgen. Bauer, als begeisterter Mozartforscher, der selbst als Rektor am Mozarteum tätig war, bewies in der Beantwortung der durch die Schülerinnen und Schüler gestellten Fragen die sorgfältige Recherche, die auch durch seine immerhin etwa 120 Quellenangaben deutlich wird.
Bauer hat sich vor allem mit der Frage auseinander gesetzt, ob Mozart nun arm war bzw. welchen Vermögensstand er hatte und reichte zu Beginn seines Vortrags drei Guldenstücke (zwei davon aus Salzburg) in die Runde, als er deren damaligen Wert erklärte. Es wurde klar, dass Mozart durchaus wohlhabend war, jedoch durch sehr große Aufwendungen wesentlich höhere Ausgaben als Einnahmen hatte, so kosteten beispielsweise seine Notenblätter für Die Hochzeit des Figaro wesentlich mehr als die Einnahmen erbrachten. Sein roter Kapellmeisterrock war extra mit Goldfäden verziert, von welchen jeder etwa 80 Gulden (heute rund 2400€) wert war. Seine Familie wollte diesen auch verbrennen, um die wertvollen Fäden wieder verkaufen zu können. Er lebte stets in einer Herrenwohnung mit Personal für sich und seine Familie, wofür natürlich auch ein großer Betrag an Heizkosten zu zahlen war. Die teuersten Möbel seines Domizils waren sein Fortepiano, sein Fortepiano mit Pedal und sein Billardtisch. Kompositionen bis tief in die Nacht an seinen Fortepianos waren wohl auch der Grund dafür, dass er zu seiner Zeit in Wien immerhin dreizehn Mal umziehen musste. Mozart aß gerne gut, genoss Champagner und verbrachte fast jeden Abend im Theater oder in der „Hetz“, was ihm insgesamt einen Schlafkonsum von vier bis fünf Stunden pro Nacht bescherte.
Kurzum, Mozart war ein kleiner, nicht allzu gutaussehender Mann, der das Geld verlebte. Neben der Frage nach der Notwendigkeit einer Perücke, die als Antwort die Mode der damaligen Zeit fand, interessierte die SchülerInnen vor allem aber auch die Vorgehensweise, wie man zu solch konkreten Informationen kommt. Bauer gab die Möglichkeit von Überlieferungen durch Rechnungen, Briefe oder andere Dokumente an. Mozarts Tod bleibt ungeklärt. Der Umstand, dass seine vermutlich noch begabtere Schwester Anna Maria (Nannerl) in jenen Zeiten als Frau keinerlei Chancen auf eine Karriere hatte, eine Tatsache. Mozart selbst wäre ohne die Förderung seines Vaters nie zu solch großem Ruhm gelangt.


Vortrag Anita Laska-Wallfisch

17.3.2011, von Sabine Mühlberger (Allgemein)

Am Donnerstag, den 10.3.2011 besuchten die Schüler der vierten Klasse einen Vortrag von Anita Laska-Wallfisch. Die Autorin wurde 1925 in Polen geboren und ist eine der letzten Überlebenden des KZs Auschwitz.
Frau Laska-Wallfisch erzählte aus ihrer Jugendzeit, von der Deportation und Ermordung ihrer Eltern, von ihrer Arbeit in einer Papierfabrik. Am 5. Juni 1943 wurde sie gemeinsam mit ihrer Schwester wegen Urkundenfälschung verhaftet und verurteilt. Nach einem Fluchtversuch wurden die beiden Mädchen nach Auschwitz deportiert. Als Cellistin kam Frau Laska-Wallfisch ins Häftlingsorchester und konnte so überleben. Im November 1944 wurde sie mit anderen Mitgliedern des Orchesters nach Bergen-Belsen verlegt, wo sie am 15. April 1945 von alliierten Truppen befreit wurden.
Frau Laska-Wallfisch schrieb ein Buch über ihre Lebensgeschichte und hält Vorträge über den Holocaust. Es ist ihr ein besonderes Anliegen die Geschehnisse dieser Zeit authentisch wiederzugeben, damit diese nicht in Vergessenheit geraten. Beeindruckt von der Persönlichkeit und Offenheit der 85jährigen verließen die Schüler die VHS Meidling.


Im Stöckl ist Besuch aus Dänemark!

4.3.2011, von Markus Semelliker (Allgemein)

Diese Woche steht in unserer Schule ganz unter dem Motto Dänemark.

Seit Montag befinden sich 28 Schüler zwischen 14 und 16 Jahren mit drei Lehrerinnen aus der Langerskov-Skole in Langerskov/Dänemark bei uns zu Besuch. Der Kontakt wurde von unserer lieben Frau Siegl hergestellt, da ihre Schwester zur Zeit in dieser Schule in Dänemark als Lehrerin für ein Schuljahr tätig ist.

Nach einem herzlichen Willkommen im Augarten, nahmen einige Eltern unserer Schule die dänischen Gäste mit nach Hause, um ihnen für diese Woche ein Zuhause zu bieten.

Das Programm der dänischen Jugendlichen umfasst viele Highlights: Besuch im Sissi-Museum, Eistraum (in Begleitung der 2. Klasse), Märchenpräsentationen mit kleinen Workshops auf Deutsch und Englisch in allen Klassen der VS und im 1. Gymnasium, Wienrundgang, Besuch im Schönbrunner Marionettentheater – die zweite Klasse und die vierten Klassen begleiten die Gäste ins Theater und genießen Mozarts Zauberflöte für Kinder – , Spanische Hofreitschule, Shoppingtour in der Mariahilfer Straße, Abschlussparty im Stöckl und in den Familien.

Aber nicht nur Sigthseeing steht am Stundenplan. Sehr bald werden zwischen den Kindern aus Dänemark und unseren Schülern Freundschaften geschlossen. Durch das Wohnen in den Gastfamilien lernen die dänischen Gäste Bräuche und Lebensweisen in Österreich kennen und umgekehrt lernen die Wiener dänische Sitten und sogar Speisen kennen!

Alles in allem ist es eine lehrreiche und tolle Woche. Am Freitagmorgen kommen unsere Gäste mit Sack und Pack in den Augarten, um sich bei uns zu verabschieden. Dabei fließen einige Tränen bei so manchem, weil der Abschied einfach schwer fällt.

Vielleicht kommen wir bald in den Genuss nach Dänemark zu fliegen? Wer weiß! Jedenfalls war es eine gelungene Woche, zu deren Erfolg Viele beigetragen haben. Wir möchten uns bei ALLEN bedanken, die in irgendeiner Form etwas zum Gelingen dieser dänischen Woche im Stöckl beigetragen haben.