Sagenhafte Wanderung durch die Wiener Innenstadt

3.7.2009, von Sabine Mühlberger (Realgymnasium)

Lehrausgang am 1. Juli 2009, 8h bis 13h
14 Sängerknaben des Brucknerchors und des Mozartchors machten sich auf den Weg zu den Schauplätzen folgender Sagen aus Wien:

Der Liebe Augustin
Vom Augarten weg ging es zu Fuß über die Schwedenbrücke, den Hafnersteig erst einmal in die Griechengasse. Diese Gasse stammt noch aus der Gotik. Prellsteine an den beiden Seiten dienten zum Schutz gegen das Anfahren der Fuhrwerke. Im Eingang zum Griechenbeisl warfen die Kinder Münzen ins “Verlies” des Lieben Augustin und bestaunten die Kanonenkugeln aus der ersten Türkenbelagerung Wiens 1529, die noch heute in einer Wand des Gebäudes stecken.
Das Griechenbeisl ist der Sage nach auch der Kompositionsort des Liedes vom “Lieben Augustin”.

Der Basilisk
führte uns in die Schönlaterngasse, wo die Kinder sowohl die alte Steinfigur als am Haus Nr. 7 als auch eine Darstellung der Hauptfiguren der Sage aus neuerer Zeit bewundern konnten. Weitere Sehenswürdigkeiten waren die “Schöne Laterne”, Namensgeberin der Gasse und der schmiedeeiserne Schlüssel über der “Alten Schmiede”.
Weiter ging es über den Heiligenkreuzerhof mit den Mauerresten aus der Babenbergerzeit und die Alte Universität zur Jesuitenkirche. Die Schüler konnten hier barocke Architektur bewundern. In der Bäckerstraße Nr. 7 betraten wir den Renaissance-Innenhof, der neu renoviert wurde und in dem sich sogar Pferdeabstellplätze befinden.

Der Zahnwehherrgott
war gleich zweimal zu betrachten “ an der Außenwand des Stephansdomes und innen im Dom in der Nähe des Abgangs zu den Katakomben. Der unfertige Nordturm des Domes erinnerte an die Sage über den unglückseligen Hans Puchsbaum, der uns später auch als eine der Figuren der “Anker “Uhr” am Hohen Markt begegnete. Über einen Seiteneingang des Stephansdomes gelangten wir zur Dienstbotenmuttergottes. Danach machten wir uns an die Bezwingung der 343“stufigen Wendeltreppe, die zur Türmerstube im Südturm führt, die in alter Zeit die Kegelbahn beherbergte, Schauplatz der Sage

Alle neun.

Schräg gegenüber des Domes, an der Ecke Kärtner Straße/Graben, war der

Stock im Eisen

zu sehen und (im wörtlichen Sinn auch) zu begreifen, Kernstück der gleichnamigen Sage.

Die Wiener Sagen waren den Kindern aus dem Deutschunterricht bekannt, Sabine Mühlberger und Rupert Winkler bereicherten die Wanderung mit zahlreichen kunsthistorischen und historischen Detailinformationen.

Anschließend gab™s einen Imbiss bei Mc Donald™s und eine Tüte italienisches Eis am Hohen Markt.
Da es gerade Punkt zwölf war, ließen wir uns das Schauspiel der Anker Uhr nicht entgehen, , bei dem 12 historische Figuren von Kaiser Mark Aurel bis Joseph Haydn an uns vorbeizogen.