Barock Projekt – Die Karlskirche

26.6.2009, von Sabine Mühlberger (Allgemein)

Die dritte Klasse besuchte am Donnerstag, den 18.6.2009 im Rahmen des Barock-Projekts die Karlskirche.
Im Jahre 1713 wütete die Pest in Wien, es gab über 8.000 Pesttote. Kaiser Karl VI legte daher im Stephansdom ein Gelübde ab, dass er, wenn die Pest zu Ende ginge, eine Kirche gründen werde: Vota mea reddam in conspectu timentium deum. ( “Mein Gelübde will ich erfüllen vor allen, die Gott fürchten.“) Dieses Versprechen löste er im Jahre 1716 mit der Grundsteinlegung zur Karlskirche ein. Die Bauzeit betrug 9 Jahre und der Baumeister war Joseph Manuel Fischer von Erlach.
Die Führung begann auf dem Platz vor der Kirche. Wir erfuhren, dass das Bauwerk zur Hofburg hin ausgerichtet ist und so eine Achse zwischen weltlicher und geistlicher Macht bildet. Weiters wiederholen sich viele Elemente innen und außen. Auf den beiden Glockentürmen findet sich je ein Engel, der entweder den Glaube oder die Hoffnung symbolisiert. In der Kirche finden sich ebenfalls die drei Elemente: Glaube “ Liebe “ Hoffnung. Vor der Karlskirche stehen zwei Engelsstatuen: der linke Engel zeigt nach unten, er trägt ein kleineres Kreuz und symbolisiert das Alte Testament. Der rechte Engel zeigt mit der Hand nach oben, hält ein großeres, moderners Kreuz und symbolisiert das Neue Testament.


Anschließend ging es in die Kirche. Wir erfuhren, dass es echten Marmor und Stuckmarmor gibt. Dieser wird aus Farbe, Gips und Lehm hergestellt und ist sehr teuer. Der Vorteil des Stuckmarmors liegt in seinem Gewicht (leichter als echter Marmor was für die Statik wichtig ist). Mit ihm kann man Wölbungen leichter ausfüllen und durch seine individuelle Farbgestaltung lassen sich Scheinwirkungen (wie Höhe und Breite der Kirche) erzielen.
Eine wichtige Rolle im Barock spielt auch die Symmetrie. So gibt es zwei Sakristeien: eine nach Norden ausgerichtete für den Sommer und eine nach Süden ausgerichtete für den Winter. Über die Kaiserstiege gelangte man in die Loge der kaiserlichen Familie. Auch hier wurde die Stellung des Kaisers sichtbar, die über dem Volk und der Kanzel des Priesters auf gleicher Ebene mit den Heiligen, aber doch niedriger als Gott lag. Der Raum war beheizbar. Eine barocke Messe dauerte drei bis vier Stunden. Es wurde nur geflüstert und mit Gesang unterlegt. Über den Seitenkapellen lagen Emporen, die für eine bessere Beleuchtung und einen besseren Klang durch ihren Nachhall sorgten.
Zum Schluss fuhren wir mit dem Lift zum Kuppelfresko von Michael Rottmayr. Er arbeitete 5 Jahre an diesem Gemälde und war zu Beginn breits 70 Jahre alt. 400 Tagwerke waren bis zur Vollendung notwendig, wobei es weder zu heiß noch zu kalt sein durfte. Von einer Plattform, die in 45m Höhe ist, gelangten wir über eine Treppe in die 63m hochgelegene Laterne, von der wir einen wunderschönen Blick über die Stadt hatten. Zusammen ging es über die Kärntnerstraße wieder zurück zur Schule.


Schnuppertauchen auf der Schmelz

26.6.2009, von Angela Brychta (Allgemein)

Am Mittwoch, den 24.Juni 2009 unternahmen die Schüler der vierten Klasse einen Lehrausgang auf das Universitätssportzentrum Schmelz, um dort Schnuppertauchen zu gehen. Im Vorfeld wurden im Rahmen des Physikunterrichts einige theoretische Grundlagen des Tauchens erarbeitet.

Der Umgang mit der “ABC “ Ausrüstung” “ also Maske, Schnorchel und Flossen war dabei ebenso Thema wie grundlegende Prinzipien der Tauchphysik. Unterlegt wurde dies außerdem durch einige Übungen im Zuge des Turnunterrichts im hauseigenen Schwimmbad. Dort konnten die Schüler ihr theoretisches Wissen über Druck in Flüssigkeiten, Auftrieb und natürlich auch den Druckausgleich in die Praxis umsetzen.

In einer weiteren Theorieeinheit wurden dann theoretische Grundlagen zum Gerätetauchen vermittelt. Weiters wurde der Gebrauch und die Handhabung der Pressluftflasche, der Aufbau und die Funktionsweise des Atemreglers und die Handhabung des Tarierjackets besprochen. Die Schüler wurden außerdem über die Gefahren von leichtsinnigem Handeln und den Folgen in Form von Taucherkrankheiten informiert.

Ausgerüstet mit diesem Kenntnissen begaben wir uns schließlich zum Schwimmbecken der Sportuniversität. Nach der Ausgabe der Ausrüstung wurde diese zunächst gemeinsam zusammen gebaut. Anschließend konnten die Schüler ihre ersten Erfahrungen mit dem Tauchgerät im Rahmen eines Tauchgangs sammeln. Paarweise genossen sie die Erlebniswelt unter Wasser.

Voll der Eindrücke und nicht nur durch das Bad sondern auch aufgrund des Wetters befeuchtet erreichten wir das Schulgebäude.


Barock Projekt – Die Malerei

5.6.2009, von Sabine Mühlberger (Allgemein)

Am Donnerstag, den 4.6.2009 hielt Frau Mag. Art Claudia Bauer einen Vortrag über die Kunst und Lebensweise im Barock. Im Rahmen des Barock-Projekts stellte sie der dritten Klasse ihren Beruf vor.
Anhand von Dias stellte Frau Mag. Bauer ihr letztes Auftragswerk als Malerin vor. Sie gestaltete den Innenraum eines Schlosses und sollte dabei eine Verbindung zwischen Regenwald und Renaissance herstellen. Dabei fiel die Wahl auf Motive aus der Zeit der Entdeckungen der Mayas und Azteken. Das Wandgemälde umfasste zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die in Mittelamerika beheimatet sind. In Verwendung kamen Mineralfarben mit Acrylpigmenten. Teile der Wandmalerei sind in Orginalgröße, Teile in Perspektive gemalt.


Wie uns Frau Mag. Bauer erzählte umfasste der Raum ca. 122m². Für dessen Gestaltung benötigte sie rund 27 Arbeitstage à 8 Stunden. Weiters sprach sie über die barocke Malerei und über optische Täuschungen. Die Bilder, Engelsfiguren und reich verzierten Stoffe, die sie mitbrachte, hinterließen uns einen Eindruck über die Lebensweise im Barock.