Die Wiener UNO City – Ein Besuch wert

2.4.2009, von Sabine Mühlberger (Allgemein)

Im Rahmen einer Exkursion besuchte die zweite Klasse am 2.4.2009 die UNO “ City in Wien. Es ist neben New York, Genf und Nairobi der vierte Amtssitz der Vereinten Nationen. Die UNO am 24. Oktober 1945 nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges als Friedensorganisation gegründet. Im Jahr 1979 wurde die Wiener UNO “ City eröffnet, heute arbeiten hier mehr als 4000 Menschen aus über hundert verschiedenen Ländern. Dabei bezahlt die UNO eine symbolische Miete von 7c pro Jahr an die Republik Österreich. Vor der UNO “ City sind die Flaggen aller 192 Mitgliedstaaten und des Vatikans in alphabetischer Reihenfolge ausgehängt.

Zu Beginn wurden wir über die vielseitigen Aufgaben und die hier ansässigen Unterorganisationen informiert. Anschließend besuchten wir einen der zwei größten Konferenzsäle, wo man in den sechs Amtssprachen: Englisch, Französisch, Russisch, Chinesisch, Spanisch und Arabisch konferiert. Dabei geht um Themen wie: die Achtung der Menschenrechte, Friedenssicherung, humanitäre Hilfe, Umweltschutz, Atomenergie und vieles mehr. Ein neues Gebiet, mit dem sich die Mitarbeiter der UNO befassen, beinhaltet Fragen der Weltraumnutzung. Eindrucksvoll war auch das Modell des Bauprojektes, das in Anlehnung an die fünf olympischen Ringe konzipiert worden war. Nach der einstündigen Führung verließen wir das exterritoriale Gebiet und begaben uns auf Wiener Boden in Richtung Augarten.


U “ Bahnleitstelle

2.4.2009, von Angela Brychta (Allgemein)

Die Schüler der zweiten Klasse machten sich am Mittwoch, den 2009-04-01 auf den Weg zur U3 Station Erdberg, wo sich die U “ Bahnleitstelle der Wiener Linien befindet. Zuerst wurden uns die Notrufeinrichtungen am Bahnsteig und deren Anwendungsbereiche erklärt. Danach warfen wir einen Blick auf den Verschiebebahnhof, in dessen logistische Koordination wir später Einblick gewinnen sollten.

Es folgte ein Rundgang durch die Werkstätte, in der die Wartung der Züge vorgenommen wird. Bedacht nahmen wir dabei vor allem auch auf die unter einer Spannung von 750V stehenden Schienen, wir konnten außerdem bei der Reparatur einer Zuggarnitur zusehen. Dann verschoben wir händisch einen Waggonfahrteil, dabei wurde uns die geringe Reibung deutlich veranschaulicht. Anschließend gingen wir in die Zentrale der Leitstelle und konnten einen Blick in den Kontrollraum, dem Logistikzentrum des Wiener U-Bahnnetzes, werfen. Weiters werden hier die Protokolle der Vorfälle im U-Bahnbereich erstellt. Schließlich traten wir den Heimweg an.


Wir besuchen das Parlament

1.4.2009, von Sabine Mühlberger (Allgemein)

Am Mittwoch, den 1.4.2009 brachen die Schüler der zweiten und vierten Klasse zu einem Besuch des Parlaments auf. Wie schon einige wussten, wurde das Parlament im Rahmen der Ringstraßenbauten von Theophil Hansen errichtet. Das Wort Parlament leitet sich aus dem Französischen (parler = sprechen) ab.
Die Führung begann in der Säulenhalle, in der sich vierundzwanzig Marmorsäulen befinden. Da zwei Säulen im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden, mussten diese ersetzt werden. Die Schüler betätigten sich als Detektive und erkannten die hinzugefügten Säulen an deren Sockeln und Farbabweichung des Marmors.
Im historischen Sitzungssaal wurden uns die wichtigsten Schritte zur österreichischen Demokratie anhand eines Zeitstreifens näher gebracht. Während der Monarchie trafen einander hier die Abgeordneten der verschiedenen Volksgruppen. Die Debatten wurden sehr hitzig geführt und durch Lärm oder Tintengeschosse gestört. So wurde das Parlament sogar als “Tintenfass” bezeichnet.


Heute werden im österreichischen Parlament Gesetze vom Nationalrat und Bundesrat gemacht, wie wir im neuen Sitzungssaal erfuhren. Die Schüler durften eine kurze Debatte zu einem Gesetzesvorschlag ihrer Wahl machen. Während der Führung erfuhren wir die wesentlichen Grundzüge der modernen Demokratie. Im Gegensatz zur Antike sind seit 2008 alle sechzehnjährigen BürgerInnen wahlberechtigt. Es gibt auch keine Einschränkung nach Besitz und Einkommen.
Mit vielen Impressionen aus dem Parlament verließen wir das Gebäude und begaben uns durch den Wiener Volksgarten und die Wiener Innenstadt auf den Heimweg.