Wege der Erinnerung

17.12.2007, von Sabine Mühlberger (Allgemein)

Einen großen Themenschwerpunkt im GSK-Unterricht bilden der Zweite Weltkrieg und der Holocaust. Am Montag, den 17.12.2007 begab sich daher die vierte Klasse auf Spurensuche durch Wien.

Den Anfang machte der zweite Bezirk. Hier wurden im Jahre 1998 15 Litfasssäulen vor Bauten aufgestellt, die eng mit der 1938 von den Nazis zerstörten jüdischen Kultur verknüpft waren. Seit 2007 gibt es den so genannten “Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt”, der zu vielen für das frühere jüdische Leben im zweiten Bezirk bedeutsamen Punkten führt und die Geschichte der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sichtbar macht. Wir besuchten so zum Beispiel das Sammellager in der Kleinen Sperlgasse 2a, das die letzte Station vor der Deportation war. Auf dem Weg dorthin betrachteten wir die im Boden eingelassenen Steine “ wobei jeder Stein symbolisch für eine von hier vertriebene oder ermordete Person steht.

Unser Weg führte uns über den Morzinplatz, auf dem früher das Gestapo Hauptquartier stand und wo ein Mahnmal an die Gräueltaten des Zweiten Weltkrieges erinnert.

Anschließend ging es über die Seitenstettengasse vorbei an der Synagoge, der einzigen in der Reichskristallnacht 1938 nicht abgebrannten, bis zum Judenplatz, wo sich heute das jüdische Museum und eine Gedenkstätte befinden.