Dichterlesung mit Gudrun Pausewang

20.5.2006, von Melanie Matzer (Allgemein)

Am Dienstag, den 16.5.2006 gingen die dritte und die vierte Klasse des Realgymnasiums der Wiener Sängerknaben in Begleitung ihres Deutschprofessors / ihrer Deutschprofessorin zu einer Dichterlesung der bekannten Jugendbuchautorin Gudrun Pausewang in die Städtische Bücherei, 1020 Wien.
Die bereits 78jährige Gudrun Pausewang erzählte zuerst sehr offen und ehrlich über ihre Kindheit im Zweiten Weltkrieg und machte uns auf die Gefahren von Diktaturen aufmerksam.
Danach las sie einen kurzen Auszug aus ihrem Buch “Die Wolke” vor. Da wir ja schon fast Profis bei diesem Buch sind, dachten wir schon alles darüber zu wissen, doch wir irrten uns. Die Details und die Beweggründe zur Entstehung des Buches überraschten uns sehr. Anschließend ließ die Autorin genug Zeit für Schülerfragen zu ihrer Person, ihrem schriftstellerischen Werdegang und ihren anderen zahlreichen Büchern.
Nach einem gelungenen, aber leider viel zu kurzen Vormittag mit Gudrun Pausewang, kehrten wir mit Autogrammen bewappnet ins Augartenpalais zurück.
Reinhard MÜNZKER und Tobias KARL (4. Klasse)


Projekt Blumen der Erinnerung

9.5.2006, von Sabine Mühlberger (Allgemein)

Am 5. Mai 2006 dem „Nationalen Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“ nahmen die Schüler der 4.Klasse am Projekt „A Letter to the Stars“ teil.
Vor der Genk-Aktion „Blumen der Erinnerung“ mussten die Schüler die Namen und die letzte Wohnadresse einiger NS-Opfer recherchieren.

Am 4. Mai wurden 80.000 weiße Rosen in Zusammenarbeit mit der Universität für Angewandte Kunst auf dem Wiener Stephansplatz zu einem Mahnmal geformt. Die Schüler pflückten am Gedenktag für jedes recherchierte NS-Opfer eine Blume der Erinnerung, verknüpften diese mit den Namen und brachten sie zur letzten Wohnadresse, an der die Menschen vor ihrer Vertreibung und Ermordung gelebt hatten. Mit dieser Aktion wurden durch unsere Schüler 144 NS-Opfern in Erinnerung gerufen, ihnen wurde symbolisch wieder eine Heimat gegeben.

Die Blumen sollen zeigen, wohin Rassismus und Unmenschlichkeit damals geführt haben, sie sollen uns sensibel an die Geschichte der Ermordeten erinnern und zeigen, wohin Intoleranz auch heute wieder führen kann.

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