Sprachreise der 7A in die Toscana

20.3.2017, von Markus Blauensteiner (Realgymnasium)

Am 04. März 2017 begann für die 7. Klasse der Oberstufe der Wiener Sängerknaben die Reise in die Toskana. Abgeholt wurden wir von einem sehr bequemen Bus mit einem netten Busfahrer, welcher uns sogar vor der erwarteten Zeit zu dem Treffpunkt in Prato brachte. Während der elfstündigen Fahrt hatten wir genügend Pausen, um uns die Füße zu vertreten, so verging sie wie im Flug.

 

Nach der Ankunft in Prato wurden alle SchülerInnen von den Gastfamilien abgeholt. Die vorherigen Bedenken, alleine in einer Familie zu sein,  lösten sich für alle nach mindestens zwei Tagen in Luft auf.

Am Samstag ging unser erster Ausflug nach Florenz, wo wir, nachdem wir von einem Aussichtspunkt die Stadt bewundert hatten, dann den Ponte Vecchio überquerten. Anschließend ging es auf die Piazza della Signoria zur Statue des David. Nach einigen Referaten und der Besichtigung des berühmten Doms, hatten wir dann Zeit,  uns alleine die Stadt anzuschauen.

 

Am zweiten Tag nach unserer Ankunft begann die Schule und am Nachmittag verbrachten wir einen gemütlichen Tag mit unseren Gastfamilien.

 

Dienstags besuchten wir nach zwei Stunden Unterricht Siena und San Gimignano, beides sehr sehenswerte Orte, speziell in San Gimignano gibt einen Aussichtspunkt, den  man unbedingt einmal gesehen haben muss!

 

Am Tag darauf besuchten wir Pisa und Lucca. Es wurden viele Fotos von dem berühmten schiefen Turm von Pisa gemacht, in der Sonne entspannt und die Stadt besichtigt. In Lucca haben sich viele zur Einkaufsstraße begeben und Souvenirs für sich und ihre Familien und Freunde gekauft, diverse Leute haben sich auch verlaufen, doch es kamen alle rechtzeitig zum vereinbarten Treffpunkt.

 Am letzten Tag fuhren wir nach der Schule zu einem  Weingut und besichtigten den Weinkeller. Wir hatten Glück, es war auch sehr schönes Wetter.

Nach einem tränenreichen Abschied machten wir uns am Freitag wieder auf den Weg nach Wien und kamen mit vielen schönen Erinnerungen zu Hause an.  

Linda Kolendowicz (7a)

Exkursion ins Alte Ägypten

16.2.2017, von Anne Pritchard-Smith (Realgymnasium)

Am 27.1.2017 besuchte die 2. Klasse mit Frau Pritchard-Smith und eine Führung in der Ägyptischen Sammlung des Kunsthistorischen Museums. Davor haben wir im Naturhistorischen Museum die Venus von Willendorf besucht. Die Kunstvermittlerin im KHM war sehr nett und wusste auf jede Frage eine Antwort. Von dem tollen Ausflug haben wir sehr viel gelernt, das können Sie selber sehen:

Die Venus von Willendorf
Die Venus von Willendorf ist schon über 25900 Jahre alt. Willendorf liegt in der Wachau in Niederösterreich. Die Venus steht für Liebe und Fruchtbarkeit. Vier Gliedmaßen fehlen der Venus. Die fehlenden Teile sind zwei Füße und zwei Hände. Die Venus stellt eine Schwangere Frau dar. Sie besteht aus Kalkstein. Insgesamt ist sie 11cm groß. Es werden auch ähnliche Fruchtbarkeitsgötter beispielsweise in Frankreich gefunden. Bis heute weiß man nicht, was sie am Kopf trägt. Man denkt, dass es Haare oder Schmuck ist.

Die Pyramiden
Zuerst sahen wir ein Modell der Pyramiden. Die Cheopspyramide ist die größte der Welt. Der Sohn von Cheops, Kephren, wollte eine noch höhere bauen. Dafür hat er getrickst und geschummelt: Er hat eine hohe Plattform errichtet, auf der die Pyramide stand und damit weniger Material benötigt wird, steilere Seitenkanten bauen lassen. Dazu musste er die Grundfläche kleiner machen. Aber dennoch ist seine Pyramide kleiner geblieben. Heute jedoch ist die Spitze der Cheopspyramide leider schon abgebrochen.
Die Pyramiden dienten als Grab für Pharaonen. Darin ist die Mumie und sehr viel Schmuck und andere Grabbeigaben. Diese lockten viele Grabräuber an, weshalb die Ägypter Geheimgänge und Fallen einbauten, um die Räuber abzuschrecken.
In der Grabkammer sahen wir originale Hieroglyphen.
Der berühmteste Pharao, Tutanchamun, wurde im Tal der Könige begraben. Howard Gardner entdeckte sein Grab – mit allen Schätzen. Kein Grabräuber war ihm zuvorgekommen. Außerdem wurde sein Grab erst später nach den anderen Gräbern gefunden. Seine Mumie wird manchmal ins Museum in Kairo gebracht, damit sie restauriert werden kann.

So macht man eine Mumie
Bevor der tote Körper mumifiziert und in einen Sarg gesteckt wird, werden die Organe und das Gehirn entfernt und in getrennten Gefäßen aufbewahrt. Nach dem Entfernen der Organe wird der Körper mit Salzen eingerieben und mit Kräutern, manchmal auch mit Sand, gefüllt. Danach muss er bis zu vierzig Tage lang trocknen. Wenn er getrocknet ist, wird der Leichnam mit Ölen eingerieben (gesalbt) und in Leinen eingewickelt. Die Mumie wird dann in einen Sarg (und dieser dann in weitere Särge, wie bei einer russischen Puppe) gelegt und wenn es ein sehr reicher Ägypter war, in einen Sarkophag.
Dies zu hören war wirklich sehr eklig, aber auch interessant. Wir haben auch wirklich eine echte Mumie gesehen!

Das Totenbuch
Das Totenbuch ist eine auf Papyrus geschriebene Anleitung für den Weg zum Jenseits. Die Pharaonen gaben das Totenbuch vor ihrem Tod in ihr Grab oder in eine Kiste wo es niemand fand außer er. Im Totenbuch waren Prüfungen und Lösungswörter abgebildet die man bestehen muss wenn man ins Jenseits will. Die berühmteste Aufgabe ist die wo der Pharao sein Herz auf die Waage legt und auf die andere Seite die Göttin Maat. Wenn das Herz gleichschwer wie die Göttin war, hat er die Aufgabe erfüllt.

Die Hieroglyphen
Die Hieroglyphen sind eine komplizierte Schrift der alten Ägypter/innen. Man hat Hieroglyphen in Pyramiden gefunden und zunächst gedacht, sie wären nur zur Dekoration dort. Aber dann fand man den Stein von Rosetta. Auf ihm war dreimal derselbe Text geschrieben: auf Altgriechisch, auf Demotisch und einmal in Hieroglyphen. Altgriechisch verstand man und dann konnte man auch die Hieroglyphen wenig übersetzen.
Hieroglyphen schrieb man in alle Richtungen außer von unten nach oben. Die Schrift war eine Mischung aus Buchstaben und Zeichenschrift.

Heilig
Im alten Ägypten waren manche Tiere heilig, z.B. der Scarabäuskäfer, Katzen und der Falkengott Horus. Diese Tiere wurden verehrt und manchmal auch mumifiziert, aber auch Haustiere wurden mumifiziert.
So sahen wir Mumine von Schlangen, Vögeln und sogar von einem Krokodil. Auf dem Weg durch das Jenseits kann man auf ein Monster treffen, das eine Mischung aus Löwe, Nilpferd und Krokodil ist und verdammte Seelen frisst.
Hier kann man die Zusammenkunft von einem Pharao mit dem falkenköpfigen Gott Horus sehen. Das Kreuz, das er in der Hand hält, bedeutet „Leben“ und die zwei verschränkten Hände der beiden sind ein Zeichen für ihre Freundschaft.

Thema Sterben und Tod

27.1.2017, von Elpis Clemens (Oberstufe)

In den letzten zwei Wochen hat sich das Wahlpflichtfach Ethik der Klasse 7a mit dem Thema Sterben und Tod befasst. Für solch ein schwieriges Thema hat Frau Prof. Clemens Kontakt mit dem Hospiz am Rennweg aufgenommen. Daraufhin kamen drei nette Mitarbeiterinnen vom Caritas-Socialis-Hospiz Rennweg am 27. Jänner 2017 zu uns in die Schule.
Als Erstes hatten wir eine Vorstellungsrunde, wo wir Erstinformationen für unser Projekt bekommen haben. Wir erfuhren auch wer die Gründerin der Caritas Socialis war, sie hieß Hildegard Burjan.
Als wir uns vorgestellt haben, sollten wir auch berichten was unsere Stärken sind und wie es uns geht, wenn wir über das Thema Sterben und Tod sprechen.
In der Gruppe haben wir überlegt, ob das Thema Tod ein Tabuthema für unsere Gesellschaft ist oder nicht.
Zum Schluss haben wir noch einen kleinen Einblick in die Hospizarbeit bekommen.
Unsere Hausübung bestand darin, darüber nachzudenken, was der Unterschied zwischen Sterbebegleitung und Sterbehilfe ist.
In der Woche darauf gingen wir dann ins Hospiz….
(Lisa Schubert)

Am 02. Februar 2017 waren wir, die Ethik-Gruppe der 7. Klasse, im Hospiz Rennweg zu Gast. Begrüßt wurden wir in einem hellen, bunten und einladenden Raum. Anders als in unseren Erwartungen, sah es nicht nach Krankenhaus aus, sondern sehr heimelig und gemütlich. Nach einer kurzen Fragerunde und einem einführenden Film über das Hospiz, wurden wir von der Psychotherapeutin Manuela Seidelberger durch das Gebäude geführt und haben einen Einblick in die Arbeit und die verschiedenen Berufe vor Ort bekommen.
Auf Wunsch der leitenden Schwester der Palliativstation haben wir spontan ein kurzes Ständchen vor den MitarbeiterInnen und BewohnerInnen des Hospizes gesungen. Besonders berührend war für uns die Tatsache, dass wir ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnten, denn wer weiß, wie lange diese Menschen noch Zeit haben zu lächeln.
Anschließend diskutierten wir noch über Sterbehilfe und Sterbebegleitung und die Unterschiede zwischen diesen Begriffen. Schließlich endete der Besuch mit einer Meinungsrunde über das Erlebte. Ich persönlich fand diesen Ausflug sehr aufschlussreich, da ich eine neue Sicht auf den Tod und das Sterben bekommen habe. Auch habe ich gelernt, den Tod nicht als Tabu-Thema zu sehen, sondern offen darüber zu reden.
(Ella Hein)

Weihnachtsfeier für MitbürgerInnen mit Behinderung

19.12.2016, von Markus Blauensteiner (Oberstufe)

Traditionell lädt der Bundespräsident zur Weihnachtsfeier für MitbürgerInnen mit Behinderung. Da unser „neuer“ Bundespräsident noch nicht angelobt ist, nahm diese Tradition seine Vertreterin, Parlamentspräsidentin Doris Bures wahr.

Dem Chorus Juventus (Kammerchor) wurde die Ehre zuteil, diese Feier musikalisch zu umrahmen.

Chorus Juventus des ORG der Wiener Sängerknaben

SHADES TOURS

13.12.2016, von Elpis Clemens (Oberstufe)

Am 1. Dezember 2016 nahm die 7. Klasse am Abend an einer „Shades Tours“ – Führung teil. Die Klasse wurde in zwei Gruppen aufgeteilt, welche die Tour an unterschiedlichen Standorten starteten.20161201-shade-tours
Wir, Martin, Fabian und Jojo, waren in einer Gruppe und berichten nun über die Erfahrungen, die wir an dem Abend sammeln durften.
Mit unserem Tourguide Dieter, ein ehemaliger Obdachloser, gingen wir vom Heldenplatz los. Uns wurden zuerst einige Zahlen und Fakten und dann allgemeingebräuchliche Begriffe von der Obdachlosigkeit vorgestellt.
Unser erster Stopp war eine Parkbank vor einem privaten Park. Dieter erklärte uns, dass die Sitzgelegenheit absichtlich abgerundet sei, um das Liegen von Obdachlosen darauf zu verhindern. Ein paar Schritte weiter kamen wir zu einem Mistkübel, der- laut Dieter- extra so konstruiert wurde, um das Durchwühlen zu erschweren und unter anderem auch Verletzungen zum Beispiel durch Glasscherben zu verhindern. 
Wir haben uns wieder aufgemacht und wieder einige Minuten später wurde uns dann erklärt, wie man in die Obdachlosigkeit hineinfallen kann und auch wie Dieter selbst obdachlos wurde. 
Weiters wurde uns erläutert, welche Institutionen es gibt, die Obdachlosen helfen und wie die Namen entstanden sind. In diesem Sinne erfuhren wir auch, dass man nie komplett hilflos ist!
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Dieter erzählte uns, wie er selbst aus dieser Lebenssituation herauskam und wie er jetzt zu seinen alten Bekannten aus dieser Zeit steht. 
Die Tour war im allgemeinen sehr interessant und es war äußerst spannend, einen Einblick in das Leben der Obdachlosen Wiens von jemanden, der selbst diesem Schicksal nicht entgehen konnte, zu erhalten.

Weitere Infos unter: http://www.shades-tours.com

Olympische Götter im Theatermuseum

1.12.2016, von Anne Pritchard-Smith (Realgymnasium)

Die 2. Klasse besuchte am 24.11. mit Prof. Pritchard-Smith das Theatermuseum. Über eine steile Rutsche ging es zunächst in den Workshopraum, wo wir unser Wissen über die Göttinnen und Götter der Antike unter Beweis stellten. Anschließend wurden in Kleingruppen Episoden aus dem Leben von Aphrodite, Ares, Zeus und anderen Himmlischen erarbeitet und auf der hauseigenen Bühne szenisch dargestelltNach zwei intensiven Stunden besichtigten wir Bilder im Museum, auf denen die Gottheiten abgebildet waren. Aber auch anderes gab es da zu sehen, zum Beispiel ein Theatergebäude, prunkvolle Theatersäle und Kostüme aus der Zauberflöte. In die Rolle von Göttern und Göttinnen zu schlüpfen hat allen großen Spaß gemacht!img-20161125-wa0006klein

Preisverleihung Fred Schneider Award 2016

23.11.2016, von Markus Blauensteiner (Oberstufe)

                            

Am 11. November 2016 fand im Festsaal des Wiener Stadtschulrats bereits zum 17. Mal die feierliche Preisverleihung des Fred Schneider Awards statt. Grundgedanke dieser Auszeichnung von vorwissenschaftlichen Arbeiten sind LESSONS TO BE LEARNED FROM HISTORY, also Arbeiten, die den Nachdenkprozess über Werte wie Toleranz und Menschenrechte im historischen und aktuellen Kontext fördern.

Der Kammerchor unserer Schule übernahm, wie seit einigen Jahren, die musikalische Gestaltung der Preisverleihung.

Fred Schneider selbst wurde 1938 mit seiner Familie aus Wien vertrieben. Seinen Preis hat er der „Erinnerung an das Unfassbare“, aber auch den „Gedanken der Versöhnung“ gewidmet, die er der jungen Generation in Österreich nahebringen möchte.

Erstmals nahm, eine (nun ehemalige) Schülerin unserer Schule teil, Theresa Kormonyk, mit ihrer Arbeit über Alltagsgeschichte im Nationalsozialismus unter besonderer Berücksichtigung von Zeitzeugenberichten und wurde im Rahmen der Preisverleihung mit einer Urkunde ausgezeichnet.

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Herzliche Gratulation!

Das war der TAG DER OFFENEN TÜR

7.11.2016, von Markus Blauensteiner (Chorleben, Oberstufe, Realgymnasium, Volksschule)

Die Wiener Sängerknaben luden wieder zu Tag der offenen Tür am 11.11. um 14.00 Uhr .

Von Volksschule, Chor, Realgymnasium, Internat und Oberstufe konnte alles besichtigt und Fragen gestellt werden. Das Eröffnungs- und Schlusskonzert (im MuTh) bildeten den gesanglichen Rahmen.

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Vielen Dank fürs Kommen

Der nächste Tag der offenen Tür findet am Freitag, 17.November 2017 statt!!

Auf nach Carnuntum!

21.10.2016, von Anne Pritchard-Smith (Realgymnasium)

Am 21.10. fuhren die Klassen 2 – 4 mit Prof. Pritchard-Smith, Mühlberger und Graf sowie mit Herrn Pototschnig nach Carnuntum. Lesen Sie hier die Berichte der 2. Klasse.

Das Heidentor
Das Heidentor wurde im 4. Jahrhundert n.Chr. erbaut, zur Erinnerung an das Treffen von drei Kaisern, das hier stattfand. Die Ruinen sind die größten erhaltenen Baureste aus der Römerzeit in Österreich und zählt zu den größten in ganz Europa. Herr Pototschnig zeigte uns, dass man das Heidentor vollständig sieht, wenn man durch die auf Plexiglas aufgedruckte Rekonstruktionszeichnung schaut. Wie ganz Carnuntum wurde auch das Heidentor von mehreren Erdbeben am Ende des 4. Jahrhunderts zerstört.
Satoshi, Noah, Jetmir, David

Rundgang durch Carnuntum
Im archäologischen Park Carnuntum kann man die Überreste von Straßen, Häusern und sogar Fußbodenheizungen sehen. Außerdem gibt es zahlreiche Rekonstruktionen. So kann man sich das Leben in der Römerzeit sehr gut vorstellen. Im Haus eines Tuchhändlers sahen wir zum Beispiel einen Webstuhl und eine Küche und ein paar Schritte weiter eine antike Imbissbude.
Besonders spannend waren die Latrinen. Vormittags durften die Frauen diese öffentlichen Toiletten nutzen und nachmittags die Männer. Außerhalb der Öffnungszeiten benutzte man Nachttöpfe, die die Sklaven dann zu den Latrinen trugen. Die linke Hand wurde benutzt, um sich zu reinigen, deswegen wurde die linke Hand sonst immer verborgen und die rechte zum Grüßen und zum Essen verwendet. Die Latrinen wurden auch für Gespräche und Handel genützt. Deswegen gab es auch sogenannte Latrinenspione, die diese Gespräche belauschten. Die Latrinen waren sehr hygienisch, denn sie wurden mit den Abwässern aus der Therme durchgespült.
Jakob, Manuel, Angelo

Gladiatoren
Zum Abschluss besuchten wir noch das Amphitheater und die Rekonstruktion der Gladiatorenschule. Herr Pototschnig erzählte uns, dass die Gladiatoren mehrmals täglich in der Gladiatorenschule trainierten. Der Speiseplan war äußerst eintönig, es gab fast immer ein Gemisch aus Bohnen, Linsen und Zwiebeln. Oft trainierten sie mehrere Jahre, bevor sie im Amphitheater auftreten durften. Im Amphitheater gab es sehr oft einen Gladiatorenkampf; auf Leben und Tod gekämpft wurde aber nur zu besonderen Anlässen. Da entschied der Kaiser, der allerdings (fast) nie in Carnuntum war, ob der Verlierer sterben musste oder nicht. Hin und wieder kämpften auch jahrelang trainierte Zivilisten, darunter auch Frauen.
Alex, Vali, Michi, Christoph

Spiele der Römer
„Delta“ ist ein Spiel, das man in Gruppen oder alleine spielen kann. Es besteht aus einem Tuch, auf dem Felder mit eins bis zehn Punkten aufgemalt sind, und Kastanien oder Steinchen als Spielstein. Die Spieler rollen ihren Spielstein von der Startlinie aus auf das am Boden aufgelegte Tuch. Die Augenzahl des Feldes, auf dem der Stein landet, ergibt die Punkte und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Ein anderes Spiel ist „Mühle“. Wie bei unserem Mühlespiel muss man drei Steine in einer Linie haben. Doch das Spielfeld ist nicht eckig, sondern ein Kreis mit acht Segmenten. Wir durften diese Spiele ausprobieren und hatten großen Spaß dabei!
Timo, Luca

Kommt in die Therme!
Unsere neu rekonstruierte Therme besteht aus mehreren Räumen, in denen Sie sich entspannen können. Es gibt zwei Bäder, ein heißes und ein kälteres (Tepidarium). Doch das ist nicht alles: Entspannen Sie sich auf unseren bequemen Liegen, plaudern Sie beim Rundmühlespiel mit Ihren Freunden und holen Sie sich Gesundheitstipps von unserem Medicus . Damit alle Gäste ihren Aufenthalt genießen können, bitten wir Sie um die Einhaltung der Thermenordnung: Ladies first! Frauen baden am Vormittag und haben dann noch Zeit, sich gemütlich abzutrocknen und zu erholen. Am Nachmittag dürfen dann die Männer ihre Freizeit bei uns genießen. Unsere Therme besitzt angenehme Schuhe aus Leder und Holz, in denen Sie während Ihrem Aufenthalt herumgehen können. Danach legen Sie sie bitte wieder ins Holzregal zurück. Wir wünschen einen angenehmen Aufenthalt!
Felix, Julian, Harry, Basti

„Gegen das Vergessen“ Besuch des WPG Geschichte im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands

10.10.2016, von Moana Faleschini-Binder (Oberstufe)

Am 6.10.2016 besuchten die TeilnehmerInnen des Wahlpflichtfaches Geschichte mit einigen Schülerinnen der 8. Klasse gemeinsam mit Prof. Faleschini-Binder das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands im alten Rathaus in der Wipplingerstraße.
Die permanente Ausstellung des DÖW dokumentiert die Vorgeschichte des Nationalsozialismus ebenso wie Widerstand und Verfolgung in der NS-Zeit. Sie ist die einzige Ausstellung in Österreich, die sich in dieser Breite mit der Thematik befasst.
Die Ausstellung teilt sich in verschiedene Bereiche, im ersten Raum wird die Entwicklung der Ersten Republik bis nach dem Anschluss 1938 dargestellt, der zweite Raum veranschaulicht den Terror der Nationalsozialisten gegenüber Andersdenkenden und aus rassischen Gründen Verfolgten.
„Aus der Geschichte kann man nichts lernen außer der Einsicht dass sich der Mensch und die Gesellschaften ändern können, langsam oder schnell.“ (Henry Russo, Historiker)
Aufgabe nachfolgender Generationen sollte es sein, das Interesse und die Sensibilität für die Gefährdung von Demokratie und Menschenrechten zu wecken und aufrechtzuerhalten.
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